Thema: Urbanes Wohnen

, Studienauftrag 2021

Küngenmatt

Im Kontext der durchgrünten Gartenstadt der Nachkriegszeit sollen die drei bestehenden Wohnhäuser durch Neubauten ersetzt werden. Erlaubt ist heute eine wesentlich höhere Dichte. Die Birmensdorferstrasse stellt eine grosse  Lärmimmissionsquelle dar, ein spezieller Gebäudetyp mit tiefen Grundrissen vermag das Problem auf qualitativ hochwertige Art und Weise zu lösen und schirmt den Hof vom Lärm ab.
In den beiden Querhäusern auf dem rückwärtigen Teil der Parzelle sind Wohnungen angeordnet, die sich ebenfalls von Fassade zu Fassade erstrecken und so vielfältige Raumbezüge zwischen Innen und Aussen schaffen.

, Neubau mit 5 Wohnungen ab 2019

Stadthaus Feldblume

Der Ersatzneubau umfasst 5 Wohnungen, einen Raum auf dem Dach sowie ein Untergeschoss und soll als Mehrgenerationen-Haus bewohnt werden.
Der Grundriss des Hauses folgt konsequent dem Sonnenlauf. Die Etagenwohnungen öffnen sich in den Gebäudeecken zur Morgen-, Mittag- und Abendsonne. Alle den Fenstern zugehörigen Bauteile, wie Geländer, Storen- und Markisenkästen, aber auch die Balkone, entwickeln sich aus diesen Fensteröffnungen heraus und sind im selben Farbton gehalten. Im Kontrast zu diesen Fensteröffnungen sind die geschlossenen Wandflächen mit einer hellen Welleternit-Platte verkleidet, die dem Haus eine Leichtigkeit verleihen. Nach oben hin wird das Volumen durch ein sich zurückstaffelnder Dachraum abgeschlossen.
Gesamthaft entsteht ein Solitär, der auf alle Seiten differenziert reagiert und räumliche Verbindungen mit der Umgebung eingeht.

, Wettbewerb 2019, 3. Preis

Köchlistrasse

Die Quartiererhaltunszone, mit ihrer „mehrheitlich geschlossenen Bauweise von hoher Dichte des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts mit prägnanten Strassenräumen“ (BZO) zeigt sich an der Köchlistrasse mit ihrer Bebauung der 60er bis 80er-Jahre von ihrer heterogensten Seite. Das Fragmentarische, insbesondere in der unmittelbaren Nachbarschaft der Köchlistrasse 5/7 macht derweil die Qualität der schmalen Wohnstrasse aus; sie stellt geradezu eine Antithese zu rein neoklassizistischen Interpretationen des Themas Hofrandbebauung dar.

Der Entwurf setzt an diesem Punkt an: Die Grundstruktur basiert auf einem Raster, das an die klassizistische Typologie erinnert, wobei die Strenge des traditionellen Grundrisses aufgebrochen wird. Eine durchlässige Schotenstruktur erlaubt die verschiedensten Bezüge sowohl in Querrichtung wie auch zwischen Hof und Strasse und ermöglicht vielfältige Grundrissvarianten.

, Wohn- und Gewerbeüberbauung, 2018

Hunzikerei

Die Bauherrin möchte ihren traditionsreichen Malerbetrieb in neuen Räumlichkeiten unterbringen und gleichzeitig ihre Grundstücke im Langstrassenquartier Zürichs mit Wohnungen verdichten.

Verlangt war eine Blockrandbebauung mit Gewerbe im Erd- und Untergeschoss (das erlaubte Maximum) und modernen Stadtwohnungen in den Obergeschossen. Der Hof soll weitgehend als Umschlagplatz für den Malerbetrieb dienen. Die Gewerbegeschosse sollen möglichst flexibel nutz- und veränderbar sein. Die Anforderungen an die „Quartiererhaltungszone“, die Gründerzeitquartiere Zürichs schützen und weiter entwickeln will, müssen erfüllt werden.

Unser Vorschlag baut auf einem Holzskelett auf, das auch in den Wohngeschossen eine Vielfalt von kompakten Wohnungen erlaubt. Der Bandraster erlaubt trotz seiner Strenge verschieden breite Zimmer und eine grosse Vielfalt an Raumkonstellationen.
Die Holzkonstruktion wird an der Strassenfassade ebenfalls thematisiert und durch eine polychrome Farbgestaltung angereichert. Es handelt sich so um den Versuch die Gründerzeitarchitektur der Umgebung auf differenzierte und durchaus üppige Art und Weise weiterzuentwickeln. Sowohl der tektonische Aufbau wie auch die Bildsprache werden Aufgenommen.

, Studie Umbau und Sanierung 2018

Stampfenbachstrasse

Das repräsentative Stadthaus aus dem Jahre 1900 enthält Gastronomie im Erdgeschoss, darüber drei Bürogeschosse und bis und mit Dachräume zwei Wohngeschosse. Das Haus soll aussen wie innen total renoviert werden. Die Dachräume können zusätzlich mit Wohnungen ausgebaut werden. Denkmalpflegerische Aspekte spielen eine wichtige Rolle.

, Ideen-/Projektwettbewerb 2018

Nadelband

Mit dem Bau der Limmattalbahn wird die Zürcherstrasse zur wichtigsten urbanen Achse des boomenden Limmattals. Die Stadt Dietikon hat ein Leitbild entwickelt, dass dieser Tatsache mit einer dichten Bebauung entlang der Zürcherstrasse Rechnung trägt.
Im Wettbewerb war ein Entwicklungsvorschlag für das ganze Areal (Zeitraum 20 Jahre), das einer heterogenen Besitzerschaft gehört, gefragt (Ideenperimeter). Für die südwestliche Ecke sollte ein konkretes Projekt vorgeschlagen werden, das in den nächsten fünf Jahren realisiert werden soll (Projektperimeter).

Unser Bebauungsvorschlag für den Ideenperimeter lehnt sich eng an das Leitbild an, das mit der Vision der hoch verdichteten,  sehr urban ausgestalteten Zürcherstrasse ein starke Grundlage bildet. Wir sind der Meinung, das die Vision eine heterogene, pragmatische Bebauung zulässt, die sich an der klassischen Stadt orientiert und auf der Idee von verschiedenartigen Hauseinheiten aufbaut.
Die Klammer über das ganze Areal bilden die Aussenräume: es wird ein Geflecht von verschieden ausgestalteten und bespielbaren Höfen, die teilweise Fragmente der bestehenden Bebauung miteinbeziehen, vorgeschlagen .

Im Projektperimeter schlagen wir drei leicht unterschiedlich hohe und tiefe modulare Holzbauten vor. Auf einem standartisierten Grundraster lassen sich verschiedene Typologien realisieren.

, Wohn- und Gewerbeüberbauung, Studienewettbewerb 1. Preis, ab 2017

Obere Allmend – Manegg

In der Manegg, einem ehemaligen Industrieareal im Süden der Stadt Zürich, soll ein durchmischtes Stadtquartier nach den Kriterien der 2000-watt-Gesellschaft neu erstellt werden.

Auf dem letzten noch unbeplanten, schmalen Grundstück am Nordende des Areals war eine hochdichte Wohnüberbauung mit Gewerbeanteil im Erdgeschoss erwünscht. Die Überbauung ist einerseits dem Lärm der stark befahrenen Sihltalstrasse ausgesetzt, profitiert auf der Westseite dafür von der Lage direkt am Fluss.
Die Aufteilung in vier Gebäudekörper schafft einen städtebaulichen Rhythmus und Hauseinheiten, die sich an der Massstäblichkeit der anderen Bebauungen orientieren. Über einem massiven Sockel liegen acht Wohngeschosse, die sich mit der Landschaft verzahnen und trotz ihrer Grösse eine Leichtigkeit ausstrahlen sollen.

, Studienauftrag 2015

Manegg Mitte

WOHNEN AN DEN SIHLAUEN

Unsere Überbauung nimmt die vorhandene und zukünftige Maßstäblichkeit der Nachbargebäude auf und wird, als Ort mit eigener Atmosphäre, Teil des neuen Quartiers. Drei Häuser bilden ein städtebauliches Ensemble, das in der Auenlandschaft einen weiten, grosszügigen Hofraum ausspart, an dem alle Wohnungen Anteil haben. Das bestehende GDZ Gebäude fügt sich dabei auf selbstverständliche Art und Weise in diese Figur. Das BEP Gebäude orientiert sich auf den ruhigen Hofraum und schliesst diesen zur Strasse hin ab. Das Steiner Haus schliesslich, knickt im Süden leicht aus und ermöglicht so im Norden und Süden eine Öffnung des Aussenraumes zu den benachbarten Grundstücken hin. Auf der Flussseite erfährt der Auenraum durch diesen Knick eine Ausweitung. Ein Wegnetz durchzieht den Hofraum und bindet diesen an den Flussraum, an die seitlichen Stichstrassen und über die Hauptstrasse an die S- Bahn Station an. Dieses Wegnetz schafft, zusammen mit der Landschaftsgestaltung, eine Verbindung zwischen den beteiligten Bauherrschaften, wobei sich Teile der Aussenräume klar den jeweiligen Bauträgern zuordnen lassen. Die Tiefgarage wird seitlich und diskret über eine Einfahrt im GDZ Gebäude erschlossen.

Das langgezogene Gebäude (Steiner AG) bietet allen Wohnungen einen weiten, gleichwertigen Ausblick in den Flussraum und auf der anderen Seite in den Hofraum. Im Erdgeschoss führt die Erschliessung hofseitig entlang den Nebenräumen zu den zweigeschossigen Eingängen. Auf der Flussseite finden sich die Duplexwohnungen, die im ersten Obergeschoss wiederum an beiden Aussenräumen Anteil haben. Die Geschosswohnungen spannen sich zwischen den beidseitigen Balkonen auf und zeichnen sich durch einen fliessenden Innenraum aus, der interessante räumliche Bezüge über die gesamte Tiefe des Grundrisses zulässt und je nach Bewohnerschaft verschieden interpretiert (geplant) werden kann. Das Gebäude zeichnet sich im Innern durch eine sehr einfache, sich wiederholende, Baustruktur aus, die im Äussern von einem umlaufenden und gewellten Brüstungsband gefasst wird. Mit wenigen wiederkehrenden Bauteilen wird eine Fassade mit starkem Ausdruck und angenehmer Ausstrahlung gesucht.

Die BEP Wohnungen orientieren sich alle auf den ruhigen Hofraum. Durch die auenartige Gestaltung dieses Aussenraumes haben sie indirekt Anteil am Flussraum. Die Erschliessung des Gebäudes erfolgt strassenseitig, wobei die Treppenhäuser auch am Hofraum angeschlossen sind. Im Erdgeschoss finden sich die Gewerbe-, Atelier- und Nebenräume, die eine flexible Einteilung zulassen. Im Durchgang zwischen BEP- und GDZ- Gebäude und im Übergang zum Quartier befindet sich der Gemeinschaftsraum. Die BEP Wohnungen sind kompakt geschnitten und achten auf eine gute Möblierbarkeit. Zwischen den Individualzimmern spannt sich der Hauptraum mit Küche und Wohnzimmer von Fassade zu Fassade auf. Dieser Raum wird durch Verengungen und Weitungen räumlich gegliedert. Die eingeschobenen Balkone ergeben auch in den kleinsten Grundrissen interessante räumliche Beziehungen. Auch dieses Gebäude weist eine einfache Baustruktur auf, die von einem Brüstungsband zusammengehalten wird. Dieses Band verläuft jedoch, in Unterscheidung zu dem Steiner Gebäude, ohne Wellenbewegung um das Gebäude, hält aber die beiden Gebäude über den Hofraum hinweg zusammen.

, Neubau Wohn- und Geschäftshaus 2015

Bankstrasse Uster

Am Bahnhofslatz von User sollen zwei Altbauten durch ein gemischtes Wohn- und Geschäftshaus ersetzt werden. Die hybride Nutzung auf engstem Raum ist komplex: Im Untergeschoss wird die Tiefgarage der Nachbarüberbauung erweitert, im Erdgeschoss sollen sich Läden und Gastronomie einmieten, darüber zwei Büro- und drei Wohngeschosse. Die Ausnutzung soll maximiert werden.

Der Entwurf reagiert auf die heterogene und im Gewerbebereich noch offene Nutzung mit einer neutralen Struktur, die auf den Geschossen verschieden bespielt werden kann und den Innenräumen einen starken architektonischen Ausdruck verleiht.
Die strukturelle Ordnung wird auch zum Fassadenthema. Der tektonische Ausdruck verweist auf die Konstruktion des Gebäudes und schafft eine formale Verbindung zur klassizistischen, unter Schutz stehenden, Nachbarliegenschaft.

, Studienauftrag 2014

Geistlich-Areal, Schlieren Baufeld B2.1

An der Brandstrasse präsentiert sich das Haus als ein über einem klassischen Betonsockel gestappelter Körper, der sich mit seinen Terrassen, Veranden und Balkone Richtung Park immer mehr mit der urbanen Natur verzahnt. Jede Fassade erhält durch Vor- und Rücksprünge eine eigene reliefartige Qualität – stärker gegen den Park und den Hof, subtiler gegen die Brandstrasse, wo die Fassade in flachem Winkel und durch zwei Reihen Alleebäume gefiltert wahrgenommen wird. Der helle Backstein zusammen mit dem Beton erinnert an die industrielle Geschichte des Ortes. Er verschafft dem massiven Haus aber auch eine menschliche Masstäblichkeit und eine wohltuende Handwerklichkeit.

Die Bewohner gelangen über eine einzige Adresse in Form eines monumentalen Zugangs, der zum zentralen Hof führt, zu ihren Wohnungen und Ateliers. Der Hof ist nicht nur Erschliessungszone sondern Visitenkarte, Brenn- und Treffpunkt sowie der ruhigere Gegenpart zum öffentlichen Rietpark. Er ist auf den ersten zwei Geschossen allseitig gefasst, ab dem zweiten Obergeschoss öffnet er sich gegen Süden und wirkt dadurch hell und offen.

Die Gewerberäume schaffen entlang der Brandstrasse und entlang dem östlichen Durchgang zum Rietpark eine urbane Öffentlichkeit. Je nach interner Organisation und Nutzung werden sie direkt von der Strasse oder aber aber auch über den Hof erschlossen – etwa als Büro-/Atelier-Ergänzungen zu den Wohnungen. Durch die grossen zusammenhängenden, auf einer Ebene liegenden, Räume sind alle möglichen Formen und Grössen von Gewerbe denkbar.

Der grossen Vielfalt an Wohnungstypologien gemeinsam ist ihr direkter Bezug über einen Balkon oder über eine Loggia zum Park und zur Sonne. Der grösste Teil der Wohnungen ist zweiseitig orientiert. Bei allen Wohnungen bildet ein Wohn-/Essraum mit Küche das Zentrum. In den Best-Ager-Wohnungen lässt sich der Wohnraum über eine Schiebetüre zu einer fliessenden Wohnlandschaft erweitern. Bei den Familienwohungen kann ein Zimmer über eine ansonsten abschliessbare Doppelflügeltür mit dem Wohnbereich verbunden werden und innerhalb der Wohnung ein zusätzlicher Querbezug geschaffen werden. Neben den Standardflats verfügt das Haus über rund zehn Prozent spezielle Wohnungen: Auf der Südseite des Hofs wechselt sich im ersten und zweiten Geschoss ein Hoftyp mit einem Maisonnettetyp ab. Im Erdgeschoss entlang des Parks werden Atelierwohnungen angeboten; sie werden vom öffentlichen Park durch eine Loggia getrennt; hofseitig sorgt eine sich gegen die Fassade verdichtende Bepflanzung über die nötige Privatheit.

, Wettbewerb 2014

Freihofstrasse 30-36 Zürich

Das Projekt ersetzt die Abbruchäuser durch einen einfachen viergeschossigen, 14m tiefen Gebäudekörper und schliesst so den Blockrand linear ab. Strassenseitig wird mit klassischen Elementen der urbanen Architektur gearbeitet: Klare Adressbildung; Gebäudegliederung in Sockel, Mittelteil und Attika; robuste Materialisierung mit Klinker und Putz. Die Ausbildung der Fenster und Veranden geben dem Haus trotz hoher Lärmbelastung ein lebendiges Gesicht.

 Es wird auf eine für diesen Ort typische Gebäudestruktur gesetzt: Ein markanter Sockel enthält strassenseitig eine Eingangshalle, die die drei kompakten Treppenhäuser verbindet, die wie­derum pro Geschoss je zwei Wohnungen als klassische Zweispänner erschliessen. Die Ein­gangshalle schafft nicht nur ein Bindeglied quer durch das Haus, sondern bildet auch eine ein­zige Adresse. Zusammen mit dem Vorgarten entsteht ein grosszügier Raum, der Bewohner und Besucher in Empfang nimmt.

Die Wohnungstypologie basiert einerseits auf bewährten Zweispännertypen aus der Gründer­zeit, wird anderseits bedingt durch die Lärmsituation und dem Wunsch nach äusserst kompak­ten Wohnungen mit hoher Belegungsdichte weiterentwickelt. Grundsätzlich gibt es zwei Woh­nungstypen:

Die Wohnungen der Obergeschosse werden über eine Wohnküche betreten. Aus lärmtechni­schen Gründen wird dieser Zentralraum zusammen mit einem strassenseitigen Zimmer über eine Veranda belüftet. Der Zentralraum erschliesst sämtliche Schlaf- und Nebenräume und bil­det über einen leicht diagonalen Bezug zusammen mit einem Balkonzimmer auf der Gartensei­te den Wohnraum. Wahlweise kann das Balkonzimmer auch als abgeschlossenes Zimmer be­nutzt werden: als Arbeits-, Gäste-, Spiel-, WG-Zimmer etc. In diesem Fall reduziert sich der Wohn- oder Gemeinschaftsraum auf die Essküche mit südostorientierter Veranda. Diese Wohntypologie hat den Vorteil, dass sie ohne Korridore auskommt, eine hohe Belegungsdichte ermöglicht und für verschiedene Haushaltformen von der Familie bis zur WG geeignet ist.

Das Erdgeschoss ist strassenseitig sehr lärmexponiert, das Gartengeschoss ragt nur auf der Hofseite aus dem Boden. Deshalb werden die Wohnungen hier über die Eingangshalle bezie­hungsweise über einen Korridor erschlossen und orientieren sich einseitig auf den ruhigen Hof.

, Wettbewerb 2014

Wohnsiedlung Obsthaldenstrasse

Zwei ungleiche Welten prägen die Situation des Perimeters: die Welt des grünen Hanges und die Welt der grossen Strasse. Unser Entwurf geht auf diese Gegebenheit ein und versucht die zwei Seiten miteinander zu verknüpfen. Die Situation entwickelt sich für uns zunächst einmal aus dem Hang heraus: Wir schlagen drei Gebäudekörper vor, die, leicht aufgefächert, grosszügige Zwischenräume entstehen lassen. Die Häuser sind terrassiert und rhythmisieren mit ihren vorspringenden und zurückweichenden Fassaden den Aussenraum und nehmen dabei die Körnigkeit der benachbarten Bauten oberhalb des Geländes auf. Die Abtreppung, zusammen mit der Weite zwischen den Häusern, ermöglicht allen Wohnungen einen grosszügigen Ausblick über das Glatttal und durch den hohen Himmelsanteil und den tiefen Horizont eine – trotz Nordhang – optimale Besonnung. Die Häuser entlang der Wehntalerstrasse schaffen einen Übergang zwischen der Strassen- und der Hangwelt. Markante Sockelgeschosse treten strassenseitig in Erscheinung und bilden mit der entsprechenden öffentlichen, quartierbezogenen Nutzung eine klare Front. Auf den Sockeln stehen Häuser, die volumetrisch kräftiger in Erscheinung treten, aber durch ihren Ausdruck die Sprache der Hanghäuser bis an die Strasse führen. Zwischen diesen beiden Welten liegt verbindend die Obsthaldenstrasse. Eine Abfolge von verschieden genutzter Aussenräume reiht sich entlang dieser Strasse auf. Durch Aufweitungen und Verengungen wird der Raum entlang der Strasse gegliedert, es können die unterschiedlichsten Funktionen aufgenommen und miteinander verbunden werden. Auf dieser Ebene wird auch das Schulhaus, durch neue Wege und dem verknüpfenden Kindergarten-Aussenraum, an den Perimeter angebunden.

, Wettbewerb 2014

Schwamendinger Dreieck

Unterschiedliche, sich in Höhe und Grösse gleichende Gebäudekörper wechseln sich ab und stricken gleichsam das typische Schwamendinger Bebauungsmuster weiter. Die Baukörper bilden in sich ein Ensemble und nehmen die Körnigkeit der Nachbarbauten auf. Anordnung und Form der Gebäude bilden differenzierte Aussenräume, die unterschiedliche Funktionen übernehmen und vielfältige Aufenthaltsqualitäten aufweisen. So entsteht zwischen den Neubauten eine Abfolge von Erschliessungsgassen und grünen Innenhöfen.  Die Höhenstaffelung der Gebäude rhythmisiert die Anlage und dient der guten Besonnung der Hofräume und der Wohnungen. Zusätzlich wird die leichte Hanglage ausgenutzt um einem grossen Teil der Wohnungen grosszügige Aussichten und Weitblicke über das Glatttal zu ermöglichen. Die Anordnung der Häuser erlaubt vielfälltige Sichtbezüge von Gasse zu Gasse, quer zur Hangrichtung, knüpft an das bestehende Fusswegnetz der Nachbarschaft an und führt es weiter. Entlang der Dübendorfstrasse wird der Strassenraum durch unterschiedlich hohe Gebäudevolumen gegliedert.

Der Gassenraum dient der Erschliessung und somit dem gemeinschaftlichen Zusammenleben. Die räumliche Gliederung der Gassenbereiche erfolgt durch erhöhte Vorbereiche und eingefasste Grüninseln mit Blütengehölzen, die gleichzeitig als Sitzmöglichkeit dienen. Es entstehen Orte der Begegnung, des Gesprächs und für gemeinsame Anlässe. Die Hartbelagsflächen laden zum freien Spielen ein (Fahren, Malen, Hüpfspiele). Die erhöhten Vorbereiche bilden einen differenzierten Übergang zu den Wohnungen im Hochparterre und bilden Vorzonen zu den Hauszugängen. Die Gassen verbinden die Dübendorf- und die Altwiesenstrasse und sind generell frei vom motorisierten Verkehr.

Zwischen den einzelnen Gassen spannen sich zurückhaltend gestaltete und durchgrünte Hofbereiche auf, welche teilweise auch zwischen den neuen Baukörpern hindurchreichen. Diese Hofräume werden von einer umlaufenden Balkonschicht gesäumt, die die Wohnungen mit dem Grünraum verzahnen. Die mit grossen, einheimischen Bäumen bepflanzten Wiesenflächen (extensive Blumenwiesen, Spielwiesen) bieten Rückzugsmöglichkeiten und werden quer zum Hang von einem pfadartigen Wegesystem (Kiesbelag) mit Aufweitungen durchzogen. Dazwischen sind freie Spielbereiche vorgesehen, die den Bedürfnissen entsprechend ausgestattet werden können (z.B. Kleinkinderanlagen, Klettern, Balancieren, Schaukeln).

, Wettbewerb 2014

Südbahnhof Hannover

Es ist das Ziel der Stadt und der Ausloberin, die Blockrandstruktur auf dem Perimeter westlich der Grossen Düwelstrasse weiter zu entwickeln. Neue Anforderungen wie der Lärmschutz und die hohe Dichte, die eine erhebliche Verdichtung auch des Innern des Blocks erzwingt, machen das Vorhaben ambivalent und stellen die Frage nach der Grösse und Definition des Blockrandes gegenüber seinem Innenraum.  Im vorliegenden Projekt wird der neue, dreieckige Block als Perimeter zwischen der Grossen Düwel-, der Anna-Zammert- und der Strasse Am Südbahnhof verstanden. Während die Gebäude entlang der beiden Strassen durch ihre Position unmittelbar am Gehsteig und ihre Fassadengestaltung einen klassischen Strassenraum bilden, der an der Spitze im siebengeschossigen Bürohaus kulminiert, muss der Gassenraum über eine Lücke im Blockrand betreten (oder befahren) werden, ist räumlich gegliedert und bietet Durchblicke in die angrenzenden privaten Höfe und Gärten. Diese städtebauliche Konfiguration wird sich durch zukünftige Ersatzbauten östlich der Grossen Düwelstrasse weiter verfestigen.

, Wettbewerb Wohn- und Geschäftshaus, Zürich 2014

Herdernstrasse

Gefragt war ein Wohnhaus mit ökonomischen Wohnungen, die von möglichst vielen Menschen bewohnt werden können.
Wir haben uns für eine Wohntypologie mit grosszügigen Wohnküchen und einem knappen Wohnzimmer, das auch als Zusatz- oder Gästezimmer benutzt werden kann. Das Erdgeschoss ist flexibel unterteilbar und kann an der prominenten Strassenecke durch verschiedene Nutzungen belegt werden. Die Fassade nutzt die Vorteile des Leichtbaus zu einer grosszügigen Geste im Sockelbereich und verleiht dem Gebäude eine an dieser anonymen Stele der Stadt ein expressives Gesicht.

, Gesamtleistungswettbewerb auf Einladung, Zürich 2013

Hohl-/Freihofstrasse

Auf dem Geviert spannen zwei markante Gebäude einen grossen Hof auf. Die Erschliessung des Hofs erfolgt über einen Haupteingang von der Hohlstrasse und einen Nebeneingang von der Freihofstrasse. Die Siedlung bekommt an der in Zukunft noch wichtigeren Hohlstrasse eine prominente Adresse.
Das Innere der Gebäude lebt von der Spannung zwischen tragenden Wandscheiben und Leichtbauwänden. Durch die leicht zurück versetzte Lage des Hauptgebäudes können die Balkone und Wohnzimmer trotz Strassenlärm gegen die Sonne ausgerichtet werden.

, Studienwettbewerb, Dietikon 2013

Limmatfeld

Innerhalb eines Gestaltungsplanes werden die einzelnen Baufelder eines ehemaligen Industrieareales in Dietikon bebaut. Für zwei der Baufelder, die an einem Kanal liegen, haben sich zwei Bauherrschaften zusammengetan mit dem Ziel, ein über die Parzellengrenzen und Strassen hinweg reichendes bauliches Ensemble zu erhalten, dass sich zu einem räumlich Ganzen verbinden soll.

Wir schlagen eine städtebauliche Figur vor, die, durch alternierende Aussenräume, den Wunsch der Bauherrschaften umzusetzen versucht und die Baufelder untereinander verbindet und sie zugleich zum Flussraum hin öffnet. Unterschiedliche Aussenräume mit unterschiedlichen Graden an Öffentlichkeit entstehen: ein Platzraum als Schwerpunkt der Überbauung, ein Spielfeld und als Erweiterung der Uferpromenade ein Parkraum.

Um möglichst grosszügige Hauszwischenräume, respektive Aussenräume zu erhalten, haben wir die maximale Gebäudetiefe von 18 Mertern, die der Gestaltungsplan erlaubt, ausgeschöpft. So weisen die Wohnungen in der Gebäudemitte jeweils einen Raum über die gesamte Haustiefe auf. Merkmal dieses Raumes sind die seitlich vor- und zurückspringende Wände, die den langen Raum rhythmisieren und gliedern. Nischen und Eingänge entstehen. Hellere und intimere Bereiche wechseln sich ab, wobei der tiefe Raum auf den Balkon hinaus noch verlängert und mit dem Aussenraum verknüpft wird. Der Balkon ist zum Wohnraum seitlich versetzt, damit der Blick aus dem Wohnzimmer am Balkon vorbei geht und gleichzeitig die Verschattung der Fassade minimiert wird.

 

, Studienauftrag, Zürich 2011-2012

Green City Baufeld A

Das Areal der ehemaligen Sihl-Papier-Fabrik ist eine der letzten grossen Industriebrachen der Stadt Zürich und soll in den nächsten Jahren in Etappen zu einem dichten Stadtquartier umgebaut werden. Für die drei Baufelder, die für den gemeinnützigen Wohnungsbau reserviert sind, wurde im Winter 2011/12 ein Architektur-Wettbewerb durchgeführt. Auf dem schmalen Baufeld A zwischen der Allmendstrasse und der Sihltalbahn konnte HLS die Konkurrenz ex aequo mit em2n Architekten für sich entscheiden. Nach einer Überarbeitungsrunde haben sich die Genossenschaften für das Projekt von em2n entschieden.
Gefragt waren wirtschaftliche Grundrisse, die eine Antwort auf die schwierige Lärmsituation entlang der Allmendstrasse finden und ein Erdgeschoss, dass zwischen der Strasse, der Bahnhaltestelle und dem Innern des neuen Quartiers zu vermitteln weiss. HLS schlagen ein Gebäude vor, dass sowohl durch seine Kubatur wie auch durch die Materialisierung mit Klinker ein starkes Zeichen am Eingang zu Green City setzt. Die Wohnungen spielen mit der Zweiseitigkeit: Die Wohnräume öffnen sich über Balkone gegen die ruhigere Ostseite – gegen die Abendsonne und die Flanken des Üetlibergs schweift der Blick durch ein grosses Panoramafenster.

, Mehrfamilienhaus, Zürich 2007–2011

Habsburgstrasse 1

Eine Gruppe von kleineren Einzelhäuser sollte an der Ecke Damm-/Habsburgstrasse in Zürich-Wipkingen ersetzt werden. Auf dem Grundstück Habsburgstrasse 1 gehen HLS Architekten 2007 als Sieger aus einem Studienwettbewerb hervor.
Die Bauherrschaft legt grossen Wert auf Nachhaltigkeit, Quartierverträglichkeit und Grundrissvielfalt. HLS schlagen ein vollständiges Holzgebäude mit 13 unterschiedlichen Wohnungen vor. Die Skelett-Grundstruktur erlaubt die freie Unterteilbarkeit der Geschosse. Der Längsschnitt folgt dem Profil der sanft abfallenden Habsburgstrasse, wodurch in praktisch jeder Wohnung überhohe Bereiche entstehen.
Sowohl im Innern wie auch aussen ist der Holzbau verkleidet (Schall-/Brandschutz). Die Grundstruktur bleibt aber erlebbar und trägt neben den Höhenversprüngen zur räumlichen Vielfalt der Wohnungen bei.

, Projektwettbewerb Wohnüberbauung, 2009, 7.Platz

Kalkbreite

In einem vom Verkehr umbrandeten Geviert zwischen der Badenerstrasse, der der Kalkbreitestrasse und der linksufrigen Seebahn wird eine urbane Grossform vorgschlagen. Von Aussen zeigt sich der Entwurf als  grossmassstäbliche Figur. Durch eine öffentliche Treppe gelangt man auf das Dach der unter dem Hof liegenden Tramhalle in eine Gegenwelt: einen ruhigen, grünen Dschungel.

Die Bewohner gelangen entweder über den Hof und rundum laufenden Laubengängen zu ihren Wohnungen. Oder sie benutzen auf Strassenniveau die Hauseingänge und gelangen mit dem Lift direkt zu ihren Wohngeschossen. Die Laubengänge dienen neben ihrer Funktion als Wohnungserschliessungen verschiedenen Zwecken: sie sind eine horizontal und vertikal verknüpfte Begegnungszone, sie dienen als Filter zum halböffentlichen Hof, im Sommer sind sie Brise-Soleil. Zusammen mit den frei unterteilbaren Geschossen ermöglichen sie grösstmögliche Flexibilität und somit Nachhaltigkeit.

, Projektstudie, Zürich 2012

Bäulistrasse

Das schmale und steile Grundstück bei der Fabrik Am Wasser nahe der Limmat wurde von der Stadt Zürich für Baugenossenschaften im Baurecht ausgeschrieben.

HLS haben für die Genossenschaft homelab in diesem Zusammenhang eine Bebauungsstudie und die Bewerbungsbroschüre für die Parzelle erstellt.

, Wohn- und Geschäftshaushaus, Zürich 2004–2007

Schöneggstrasse 27

Der Neubau für die Baugenossenschaft homelab, der das Grundstück zwischen Schönegg- und Sihlhallenstrasse maximal ausnützt, enthält ebenerdig einen Verkaufs- oder Büroraum, pro Obergeschoss je eine 125qm grosse Wohnung mit grosszügiger Terrasse und im Dachgeschoss eine 81qm grosse Attikawohnung.
Die Wohnungen in den Normalgeschossen sind in drei unterschiedlich hohe Zonen aufgeteilt, die sich flexibel ausbauen lassen. Die Mieter konnten jeweils zwischen einem Lofttyp und einer ausgebauten Wohnung wählen, wobei je nach Anzahl Zwischenwänden Optionen zwischen einer Drei- und Fünfzimmerwohnung bestehen.
Die beiden Fassaden an der Schönegg- und an der Sihlhallenstrasse sind grundsätzlich gleichartig ausgebildet. Es wird nicht zwischen einer Vorder- und Rückfassade unterschieden. Konsequenterweise kann die luxuriöse Eingangshalle von beiden Seiten betreten werden. Auch die Verkaufsfläche im Erdgeschoss verfügt an beiden Strassen über grossformatige Schaufenster mit je einem Eingang. Die Fassade besteht aus einer verputzten, polychrom gestalteten Gebäudehülle mit grosszügigen Fenstern. Der grosse Fensteranteil bringt viel Licht in die Innenräume. Dennoch fühlt man sich durch die Brüstungen in allen Räumen den Nachbarn gegenüber nicht ausgestellt. Je ein Erker auf der Schönegg- und der Sihlhallestrassenseite erlauben Ausblicke in die Strassenfluchten. Auf der ruhigen Sihlhallestrassenseite wurde die Fassadenabwicklung zusätzlich durch den eingezogenen Balkon vergrössert, so dass der grösste Teil der Wohnungen von dieser ruhigeren Seite natürlich belüftet werden können.

, Mehrfamilienhaus, Zürich 1994–2004

Kanzleistrasse 72

1994 war unsere Analyse des Zürcher Wohnungsmarktes:

Der Wohnungsmarkt befriedigt vorwiegend traditionelle Wohnbedürfnisse, die nur noch zum Teil den aktuellen gesellschaftlichen Verhältnissen und Ansprüchen gerecht werden. Konkret treten immer mehr verschiedene Nutzergruppen auf: Singles, Alleinerziehende, Alters-, Studenten-, Therapie-WGs, Grosshaushalte, usw. All diese Mieter oder Käufer müssen in der Regel für Wohnungen, die sie weder wollen noch brauchen können, einen grossen Teil ihres Einkommens auslegen.

Dagegen stand 1994 unsere Vision vom Wohnen:

  • Wir wollen Eigentümer, bzw. langfristige Mieter unseres Wohnraums werden;
  • Wir wollen in einem städtischen Umfeld leben;
  • Wir wollen möglichst viel von unserem Wohnraum selber gestalten;
  • Die Wohnung soll anpassungsfähig sein – an die Anzahl Bewohner, den Ausbaustandard, die Wohnform und vor allem an die finanziellen Möglichkeiten.

Im Zürcher Kreis 4 an der Kanzleistrasse stiessen wir auf ein unternutztes Grundstück, das dem KVZ gehörte. Diese Baulücke sollte nach unseren Vorstellungen mit flexiblen Wohnungen bebaut und maximal ausgenutzt werden.

Im Jahre 2000 wurde die Parzelle und unser Projekt von der Stiftung PWG übernommen. Das Projekt wurde im Februar 2004 fertig gestellt. Dabei wurden drei Grundrisstypen, die auf die Bedürfnisse der PWG zugeschnitten sind, eingebaut. Der flexible Grundtyp bleibt aber im Kern erhalten und lässt in Zukunft verschiedenste Optionen für Umbauten in allen Etagen offen.

, Wohnhaus in 8004 Zürich 2001/2004

Hohlstrasse 149

Der Neubau liegt an prominenter Lage am Kopfende des Erismannhofes. Zwei sehr unterschiedliche Seiten prägen die Situation: eine ruhige Süd- und Hofseite einerseits und eine lärmbelastete Nord- und Strassenseite. Beide verfügen sie jedoch über weitläufige einmalige Ausblicke. Diese zwei Seiten fliessen in das Grundrisskonzept ein. Grosse “bildhafte” Fenster rahmen in einer nördlichen Raumschicht den Ausblick über das Gleisfeld, während die südliche Raumschicht mittels französischer Fenster die Sicht über den Hofraum auf den Uetliberg hin öffnet. Eine mittlere Zone nimmt die Nasszellen und das Treppenhaus auf. In einem Grundausbau wird ein offner um die Kerne fliessender und frei unterteilbarer Raum angeboten.
Eine zweigeschossige Eingangshalle unterstreicht das Besondere des Hauses. Ein anschliessendes Mezzaningeschoss kann unterschiedlich genutzt werden (zusätzliche Zimmer, Ateliers, Büros). In den oberen Geschossen liegen je zwei Wohnungen. Eine grosse Dachwohnung schliesst schliesslich das Gebäude ab. Die Parkierung liegt im Erdgeschoss in einer Einstellhalle, die mit dem Hofraum zusammen von der Hausgemeinschaft genutzt werden kann.

, Wohn- und Geschäftshaus, 8004 Zürich

Hohlstrasse 163

Die Hohlstrasse ist eine der meistbefahrenen Stadtstrassen Zürichs. Die Lärmbelastung ist beträchtlich. Im Gegensatz dazu ist die Erismannstrasse eine ruhige Quartierstrasse. Die Nachbarschaft wird durch die städtische Siedlung Erismannhof, zahlreiche grosse Genossenschaftshöfe aus der Zwischenkriegszeit und der Casa d‘Italia, dem italienischen Kulturzentrum, gebildet.

Es wird ein Neubau vorgeschlagen, der sich von der lauten Hohlstrasse abwendet und sich gegen den ruhigen Hof öffnet. Dazu wird an der Innenecke die Fassadenabwicklung vergrössert, um für alle Räume eine möglichst optimale Licht- und Belüftungssituation zu schaffen. Alle Räume erhalten so Anstoss an den Hof. Das Erdgeschoss eignet sich als Laden oder Büro. Pro Obergeschoss sind zwei mittelgrosse Wohnungen möglich, im Dachgeschoss Studios oder, in Verbindung mit dem 4. Obergeschoss, Duplexwohnungen.

, Projektstudie 1994

Aufstockung Langstrasse

Auf dem Eckgebäude Lang-/Kanzleistrasse besteht eine Ausnützungsreserve, die durch eine Aufstockung realisiert werden soll.

Die bestehende Bausubstanz soll für die Aufstockung möglichst unverändert bleiben. Die Logik der bestehenden Grundrisse wird nach oben weiter geführt. Gestalterisch wird die Aufstockung zu einem neuen, städtischen Mansardendach, das sich als leuchtender Kristall über dem bestehendem Gesimse präsentiert.

, Mehrfamilienhaus, 8006 Zürich

Bolleystrasse

Über einem nicht mehr gebrauchten Wasserreservoir der Stadt Zürich sollte ein neues Wohnhaus geplant werden. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den fantastischen Raum des Reservoirs zu erhalten und jede Wohnung daran Teil haben zu lassen sowie jeder Wohnung einen Gartenzugang und die Aussicht von der Dachterrasse auf den Zürichsee zu ermöglichen.
So sind sieben Reihenhauswohnungen entstanden, die auf fünf Geschossen immer aus denselben Modulen bestehen. Je nach Haus sind die Module anders angeordnet und greifen so zu einem kompakten Baukörper ineinander

, Vorprojekt 2001

Müller Martini Areal

Das Müller-Martini-Areal liegt an einer städtebaulichen Bruchstelle, die einerseits durch das Bahnviadukt nach Wipkingen, anderseits durch die Hardstrasse gebildet wird. In diesem Gebiet finden sich Versatzstücke sowohl des vorderen Kreis 5 mit seiner Hofrandstruktur als auch dem industriellen hinteren Kreis 5.

Am Bahnviadukt wechselt die Baustruktur vom klassischen (an dieser Stelle vor allem genossenschaftlichen) Blockrand zu einer grossmassstäblicheren Industriearchitektur. Die Neuplanungen auf den Industriearealen (Steinfels, Escher-Wyss, Maag, Schöller, Hardturm-Stadion) orientieren sich fast ausnahmslos an dieser gröberen Struktur. Die Volumetrie der Gebäudekörper ist heterogen, eine einheitliche Traufhöhe existiert nicht: Man findet Hochhäuser, “Wolkenbügel” und achtgeschossige (Arealüberbauungs-)Volumen neben “normalen” sechsgeschossigen Häusern.

Rund um das Müller-Martini-Areal findet sich eine Anhäufung von grossen Baukörpern: Richtung Stadtzentrum der monumentale Bahnviadukt, im Süden der Komplex der Kehrrichtverbrennungsanlage und stadtauswärts die neue Überbauung West-Side mit ihren bis zu dreissig Meter hohen Gebäuden. In Zukunft werden noch (wohl ebenfalls grossmassstäbliche) Schulgebäude der Stadt und des Kantons dazukommen; eine doppelte Dreifachturnhalle ist Teil des Planungsprozesses auf dem Müller-Martini-Areal.

 

Diese Nachbarschaft hat zum Entscheid geführt, die Neuüberbauung des Müller-Martini-Areals der gröberen Masstäblichkeit der Industrien und der neuen Planungen anzupassen. Der Übergang vom Kreis 5 der Blockränder zum “neuen” Kreis 5 soll dabei durch eine Dreiergruppe von vierzig Meter hohen Häusern noch akzentuiert werden. Diese Hochhäuser reihen sich ein in einen Kranz von bereits bestehenden, ähnlich hohen Gebäuden entlang des Bahnviadukts. (Silos der Swissmill, Wohnhaus Otto-/Röntgenstrasse, Kehrrichtverbrennungsanlage, Wohnhäuser zwischen Neu-Gasse und Gleisfeld).

 

Die alte Halle von 1920 bestimmt die Anordnung der neuen Gebäudekörper auf dem Areal wesentlich. Auf insgesamt vier Baufeldern gruppieren sich, zueinander in einem Spannungsverhältnis stehende, autonome Gebäudekörper. Die vier Häuser können in Etappen realisiert werden und auch später einzeln bewirtschaft (und somit verkauft) werden.

An der Josefstrasse schirmt ein längs zur Strasse stehendes Bürohaus die restliche Überbauung vor den Immissionen der Verbrennungsanlage ab. Die restlichen Gebäude stehen quer zu den Quartierachsen Heinrich- und Josefstrasse und ermöglichen so eine optimale (Ost/West-) Orientierung der Wohnungen. Damit wird auch ein Hauptmerkmal der ortsüblichen Strassenstruktur aufgenommen: Stichstrassen, die im rechten Winkel von den Hauptachsen wegführen, schaffen immer wieder überraschende Bezüge in die Tiefe der Grundstücke. Durch diese Öffnung des Areals, die vor allem an der Heinrichstrasse durch eine rhythmische Anordnung der Gebäude zusätzlich inszeniert wird, wird die alte Halle freigespielt und als (halb-)öffentlicher Ort so erst brauchbar. Die arealinternen Aussenräume sollen einladend sein und Offenheit signalisieren; sie unterscheiden sich aber gegenüber den Strassenräumen durch ihre intimere Ausgestaltung und durch deutlich andere Raumproportionen. Dieser Unterschied wird durch die angrenzende Erdgeschoss-Nutzung unterstrichen: Direkt an der Heinrichstrasse sowie an den Kopfenden (und im Inneren) der alten Halle sind Läden, Restaurants oder Clubs denkbar, entlang der Gassen zwischen Heinrich- und Josefstrasse besteht Raum für Ateliers, Hobbyräume (als Ergänzung zur Wohnnutzung) und kleinere Büros. Auch die Wohnungen werden – im Gegensatz zu den Büros, die direkt von den umliegenden Strassen erschlossen werden – über grosszügige Entrées von diesem Hofraum erschlossen.

Die Volumetrie der Gebäude wird auf drei Höhen gestaffelt: Ein zwei- bis dreigeschossiger Sockel nimmt Bezug auf die Halle, umliegende Hinterhofgebäude und das Sockelgebäude im angrenzenden West-Side; Die länglichen Gebäudekörper A, C und E sind zwischen zwanzig und 25 Meter hoch; daraus ragen die drei vierzig Meter hohen Türme empor.

, Aufstockung und Verdichtung eines Industriegebäudes 1995

Roggenstrasse Zürich

Das zweigeschossige Gebäude an der Roggenstrasse 5 bietet ein grosses Verdichtungspotential. Vorgeschlagen wird, das bestehende Gebäude als Schulhaus für die angrenzende Gewerbeschule weiter zu nutzen. Die darüber liegende Aufstockung soll als Holzskelettbau erstellt werden und kann flexibel mit Büros oder Wohnungen ausgebaut werden. Zusammen mit einem seitlichen Wohnneubau entsteht ein quartiertypisches, vielfältiges Gebäudekonglomerat.