Thema: Eigenheim

, Studienauftrag 1. Preis 2020

Im Schatz Bassersdorf

Über Bassersdorf soll ein Ensemble mit Eigentumswohnungen erstellt werden. Es handelt sich um die beste Lage in Bassersdorf mit dem Wald und im Waldabstand einer grossen Freifläche im Rücken und gegen Westen der Aussicht über das Glattal.
Der Entwurf schlägt in vier Häusern Wohnungen vor, die zwischen Einfamilienhaus und Etagenwohnung oszillieren:
Jede Wohnung verfügt über einen eigenen Eingang vom Garten
Jede Wohnung verfügt über einen eigenen Garten oder eine grosse Dachterrasse
Es gibt kein gemeinsames Treppenhaus, nur einen Lift, der in Tiefgarage führt.
Neben dem eigenen Zugang wir die gemeinsame Tiefgarage als repräsentative Eingangshalle ausgebildet.

, Umbau 2020

Runchett Poschiavo

Im Wald leicht oberhalb von Poschiavo liegt das ehemalige Atelierhaus des Schriftstellers Wolfgang Hildesheimer. Es wurde in den 1960er-Jahren erstellt und in den 1980er-Jahren zu einem Ferienhaus erweitert.

Das Haus dient den neuen Besitzern als temporärer Wohnsitz. Zu diesem Zweck wurde es komplett entrümpelt. Spätere Einbauten wurden entfernt, um die Raumabfolge Küche – Salon räumlich erlebbar zu machen und dem kleinen Haus durch unterschiedliche Raumhöhen, Verengungen und Ausweitungen eine Grosszügigkeit zu verleihen.

Die Räume treten nun durchgängig als weisse Raumskulptur in Erscheinung. Neue, je nach Situation unterschiedlich angeschlagene Fenster erlauben differenzierte Ein- und Ausblicke. Alle Holzarbeiten sind in Lärchenholz ausgebildet und schaffen einen Kontrast zu den weiss gekalkten Wänden. Als architektonische und soziale Mitte des Hauses wurde ein traditioneller Kachelofen eingebaut.

, Neubau mit 5 Wohnungen ab 2019

Stadthaus Feldblume

Der Ersatzneubau umfasst 5 Wohnungen, einen Raum auf dem Dach sowie ein Untergeschoss und soll als Mehrgenerationen-Haus bewohnt werden.
Der Grundriss des Hauses folgt konsequent dem Sonnenlauf. Die Etagenwohnungen öffnen sich in den Gebäudeecken zur Morgen-, Mittag- und Abendsonne. Alle den Fenstern zugehörigen Bauteile, wie Geländer, Storen- und Markisenkästen, aber auch die Balkone, entwickeln sich aus diesen Fensteröffnungen heraus und sind im selben Farbton gehalten. Im Kontrast zu diesen Fensteröffnungen sind die geschlossenen Wandflächen mit einer hellen Welleternit-Platte verkleidet, die dem Haus eine Leichtigkeit verleihen. Nach oben hin wird das Volumen durch ein sich zurückstaffelnder Dachraum abgeschlossen.
Gesamthaft entsteht ein Solitär, der auf alle Seiten differenziert reagiert und räumliche Verbindungen mit der Umgebung eingeht.

, Studienauftrag 1. Preis, ab 2017

Blümlimattweg Thun

Die Bauherrschaft wünschte, dass ein bestehendes, ursprünglich als Ferienhaus ob Thun konzipiertes Gebäude in ein Eigenheim mit vier vermietbaren Kleinwohnungen transformiert wird.

Der Entwurf geht stark vom bestehenden Garten und dem Bestandsgebäude mit seinem markanten Dach aus. AlleWohneinheiten verfügen über einen im Erdgeschoss liegenden Wohnraum mit grosser Terrasse; die introvertierten Schlafräume im Dachgeschoss werden über wohnungsinterne Treppen erreicht.

, Studienauftrag Villenzone 2007

Resort Andermatt

Auf einem ehemaligen Waffenplatz entsteht das Ferienresort Andermatt Swiss Alps. Im Endausbau wird es über 6 Hotels, 70 Appartementhäuser und Villen sowie über eine ausgedehnte öffentliche Infrastruktur verfügen.

HLS wurden eingeladen, Vorschläge für die direkt an der Reuss liegende Villenzone zu machen. Obwohl es sich um sehr luxuriöse Villen handelt, wünschte die Bauherrschaft eine dichte Bebauung. Damit trotzdem jede Villa einen Anteil an der attraktiven Flusslandschaft für sich beanspruchen kann und möglichst viel Privatheit gewährleistet ist, schlugen HLS vor, die Villen in Dreier-Clustern zu organisieren. Jede Villa dockt hinten an einen Erschliessungsplatz an, vorne verfügt sie über eine Terrasse mit Blick auf die Reuss. Die Villen sind in den drei grössen S, M, und L konzipiert. Im Sinne der dichten Anordnung verfügen sie über ein introvertiertes Rückgrat aus Stein und eine Zimmerschicht aus Holz mit grosszügigen Öffnungen.

, Doppeleinfamilienhaus, Zürich 2005-2007

Hadlaubsteig

An privilegierter Hanglage am Fuss des Züricher Villenquartieres entstand dieses Haus für zwei Bauherrschaften.
Beide Parteien wünschten die exakt gleichen Wohn- und Gartenflächen und sollten möglichst gleichwertig an der schönen Sicht über die Stadt teilhaben.
Damit endeten die Gemeinsamkeiten und mit jeder Bauherrschaft wurde eine individuelle Architektursprache entwickelt, sowohl hinsichtlich der internen Raumbeziehungen, als auch der Materialisierungen. Im einen Fall ein offenes, fliessendes Raumkontinuum, im anderen Fall eine eher klassische Aneinanderreihung von Räumen.
Um beiden Wohnungen die gleichen Qualitäten zu verleihen, erstreckt sich jeder Hausteil vom Garten, über alle vier Geschosse, bis hinauf zur Dachterrasse. Gleichzeitig strebten wir einen ruhigen äusseren Auftritt des Hauses an. Die zwei komplett unterschiedlichen Wohnungen sollten deshalb von aussen nicht ablesbar sein.
Aus all diesen Vorgaben ergab sich dann ein äusserst komplexer Grundriss, in dem sich die beiden Wohnungen in einer Dregbewegung um die Mitte des Hauses, von Geschoss zu Geschoss, ineinander verzahnen.
Um dem Haus optisch etwas von seiner beachtlichen Grösse zu nehmen, wurde jede der vier Hausfassaden durch einen leichten Knick in zwei Flächen unterteilt. So verändert sich das Aussehen des Hauses mit der Tageszeit und dem Sonnenstand ständig.
Die metallene, dunkle Einkleidung von Fassaden und Dach unterstreicht die Kompaktheit des Volumens und ihre elegante Wirkung nimmt Bezug auf die gehobenen Wohngegend im Umfeld des Hauses.

Gartengestaltung: Ganz Landschaftsarchitekten BSLA, Zürich
Bauingenieur: Büro Thomas Boyle & Partner AG, Zürich

 

, Umbau, Rüfenacht 2004

Alte Bernstrasse

In einem Mehrfamilienhaus einer ehemaligen Gärtnerei, vom Amt für Denkmalpflege als schützenswert eingestuft, sollte die Erdgeschosswohnung renoviert und vergrössert werden.
Die Bauherrschaft besitzt durch Ihre Sammelleidenschaft eine beachtliche Menge an Büchern und Kunstgegenständen. Durch zahlreiche Umzüge immer nur in Kisten gelagert und nie in voller Grösse genossen, sollte diese Sammlung nun endlich einen Raum bekommen.

Beim Umbau galt es in erster Linie Platz für die vielen Bücher der Bauherren zu schaffen, wozu Orangerie und Lagerraum der ehemaligen Gärtnerei an die Wohnung im Erdgeschoss durch eine gläserne Laube angebunden und als eine 4m hohe Bibliothek, in die man durch eine „Kaskade“ aus Bücheregalen hinabtaucht, gestaltet wurden.
Dieses Atelier ist das Herzstück der Wohnung – der introvertierteste Raum, von Aussen durch Vorzonen wie der Laube und der Orangerie geschützt.
Entwurfsmassgebend ist der Kontrast zwischen der Struktur der Altbauwohnung, die nur saniert und an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst immer noch kleinteilig und gemütlich bleibt und der neu geschaffenen Bibliothek mit ihrer Grosszügigkeit und Modernität.

, Umbau Wohnhaus, Zürich 2003

Langensteinstrasse

Umbau und Erweiterung eines Einfamilienhauses für eine Familie mit 3 Kindern. Das ursprünglich 2 geschossige Wohnhaus wurde im Dach und Untergeschoss erweitert um genügend Platz für die Familie zu bieten.
Dabei ging es ovalem darum, aus den talseitigen Kellerräumen im Untergeschoss ein vollwertiges Wohngeschoss zu machen. Dies wurde durch folgende Einriffe erreicht: Erweiterung der ehemaligen Kellertreppe zu einem vollwertigen Treppenhaus. Verbindung von zwei Einzelräumen zu einem grosszügigen offenen Raum mit ebenerdigen Bezug zum Gartenbereich. Gestalterische Einbindung der Fenster in die Hauptfassade.
Daneben wurde das Haus gesamtsaniert und ein Garagenanbau umgenutzt.

, Mehrfamilienhaus, 8006 Zürich

Bolleystrasse

Über einem nicht mehr gebrauchten Wasserreservoir der Stadt Zürich sollte ein neues Wohnhaus geplant werden. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den fantastischen Raum des Reservoirs zu erhalten und jede Wohnung daran Teil haben zu lassen sowie jeder Wohnung einen Gartenzugang und die Aussicht von der Dachterrasse auf den Zürichsee zu ermöglichen.
So sind sieben Reihenhauswohnungen entstanden, die auf fünf Geschossen immer aus denselben Modulen bestehen. Je nach Haus sind die Module anders angeordnet und greifen so zu einem kompakten Baukörper ineinander

, Stadtvilla an der Neumünsterallee 18 in 8008 Zürich 1997/1998

Neumünsterallee

Die Parzellen links und rechts der idyllischen Neumünsterallee müssen als Teil eines grösseren Villen-Gebiets gesehen werden, das sich insbesondere Richtung See weit über die Zollikerstrasse hinaus erstreckt und dort bedeutende Denkmäler wie die Villa Bleuler oder den Seeburgpark miteinschliesst. Es bietet sich über die Grundstücksgrenzen hinweg der Eindruck einer zusammenhängenden Parklandschaft mit – mehr oder weniger – herrschaftlichen Stadtvillen.

Das Grundstück Neumünsterallee 12/14 gehört in dieser Umgebung zu den grösseren Parzellen, so dass sich zwischen dem Haus 12 und dem Nachbarn Nummer 16 in der Abfolge der Häuser entlang der Allee eine Lücke auftut, die heute durch ein Garagengebäude und einen Gemüsegarten eingenommen wird. Der Gemüsegarten mit der Remise bildet ein Plateau, das vorne gegen den Park durch ein Mäuerchen, gegen die Villa durch eine Hecke und einen Geländesprung begrenzt wird.

Mit dem auf diesem Plateau geplanten Gebäude wird die Reihe der Villen an der Neumünsterallee ergänzt. Wir haben versucht, die für uns zentralsten Elemente der bestehenden städtebaulichen Struktur in unser Projekt einfliessen zu lassen, so die Position der Häuser unmittelbar auf der Baulinie entlang der Neumünsterallee, ein gegliederter, skulpturaler Baukörper und der seitlich angeordnete Zugang zum Haus über eine gekieste Vorfahrt. Anders als unsere Vorfahren um die Jahrhundertwende mussten (oder durften) wir uns mit einer bereits gewachsenen Parklandschaft auseinandersetzen. Ein wichtiger Aspekt während des Entwurfs war deshalb der Bezug zur bestehenden Bepflanzung des Gartens, insbesondere zu der sehr dominanten Hängebuche genau vor dem Neubau. Alle Wohnungen spielen mit diesem Baum, indem sie Ausblicke sowohl in die Gartenräume links wie rechts von der Buche lenken oder gar unter ihr hindurch wie in der Erdgeschosswohnung. Auch die von der Neumünsterallee zur Zollikerstrasse sanft abfallende Topografie floss in unser Projekt mit ein. Anders als etwa bei der Villa Stockar (Neumünsterallee 12), die durch einen mächtigen Sockel und einen Kiesstreiffen sich klar vom Garten abhebt, passt sich unser Projekt insbesondere im Schnitt dem Terrain an und versucht so auch im Inneren die Parklandschaft spürbar zu machen. Von ihren klassizistischen Nachbarhäusern unterscheidet sich unsere Villa auch durch ihre fliessende innere Raumaufteilung. Die Wohnungen entwickeln sich nicht in erster Linie um einen Zentralraum, sondern sind in Raumschichten gedacht, die sich sowohl gegen den Garten immer weiter öffnen – durch zunehmende Raumhöhen wie auch durch grössere und zahlreichere Fenster – wie auch im Innern Durchblicke und Bezüge herstellen.

, 1996

Doppel-Einfamilienhaus Muri AG

Es ging darum, ein Doppelhaus zu entwerfen, dass beiden Parteien gerecht wird, obwohl die beiden Parzellen von sehr unterschiedlicher Ausrichtung und Qualität sind.
Durch die Gasse zwischen den beiden Hausteilen und den gegen Süden sich öffnenden Pultdächern entstehen spannende Ausssenräume, erlebnisreiche Hauszugänge und eine befriedigende Besonnung auch des nördlichen Hausteils. Der mehrheitlich im Hang liegende Sockel enthält die Kellerräume und Garagen, darüber liegen pavillonartig die beiden Hausteile, die als Holzleichtbauten ausgeführt wurden. In den Erdgeschossen sind die Schlafzimmer angeordnet, die grosszügigen Wohnräume mit Terrassen liegen oben und werden durch eine Küchenskulptur in einen Wohn- und einen Essbereich gegliedert.