Kategorie: Aktuell

, Studienauftrag 1. Preis 2020

Im Schatz Bassersdorf

Über Bassersdorf soll ein Ensemble mit Eigentumswohnungen erstellt werden. Es handelt sich um die beste Lage in Bassersdorf mit dem Wald und im Waldabstand einer grossen Freifläche im Rücken und gegen Westen der Aussicht über das Glattal.
Der Entwurf schlägt in vier Häusern Wohnungen vor, die zwischen Einfamilienhaus und Etagenwohnung oszillieren:
Jede Wohnung verfügt über einen eigenen Eingang vom Garten
Jede Wohnung verfügt über einen eigenen Garten oder eine grosse Dachterrasse
Es gibt kein gemeinsames Treppenhaus, nur einen Lift, der in Tiefgarage führt.
Neben dem eigenen Zugang wir die gemeinsame Tiefgarage als repräsentative Eingangshalle ausgebildet.

, Wohnüberbauung, ab 2018

Hangenmoos Wädenswil

Eine Parzelle am Rande der Bauzone oberhalb von Wädenswil, die sich seit mehreren Generationen im Besitz der Bauherrschaft befindet,  soll mit circa 22 Wohnungen in drei Häusern bebaut werden.
Auf einer Wiese mit Obstbäumen schweben die Wohngen auf gegeneinander versetzten Plattformen. Die Wohnungen verzahnen sich so mit der Landschaft; der Ausblick auf den Zürichsee wird durch die Baumkronen gerahmt. Dadurch entstehen zusätzliche Raumtiefe, die Baumkronen spenden im Sommer Schatten und wirken auch als Privatheit erzeugenden Filter zwischen den Häusern.
Auf den je drei Wohngeschossen können unterschiedliche Bezüge zum Aussenraum angeboten werden: Im Erdgeschoss zum Garten, im Obergeschoss in den Baumkronen und in den Attikageschossen als kleine Häuschen unter dem Himmel.

, Wohn- und Gewerbeüberbauung, Studienewettbewerb 1. Preis, ab 2017

Obere Allmend – Manegg

In der Manegg, einem ehemaligen Industrieareal im Süden der Stadt Zürich, soll ein durchmischtes Stadtquartier nach den Kriterien der 2000-watt-Gesellschaft neu erstellt werden.

Auf dem letzten noch unbeplanten, schmalen Grundstück am Nordende des Areals war eine hochdichte Wohnüberbauung mit Gewerbeanteil im Erdgeschoss erwünscht. Die Überbauung ist einerseits dem Lärm der stark befahrenen Sihltalstrasse ausgesetzt, profitiert auf der Westseite dafür von der Lage direkt am Fluss.
Die Aufteilung in vier Gebäudekörper schafft einen städtebaulichen Rhythmus und Hauseinheiten, die sich an der Massstäblichkeit der anderen Bebauungen orientieren. Über einem massiven Sockel liegen acht Wohngeschosse, die sich mit der Landschaft verzahnen und trotz ihrer Grösse eine Leichtigkeit ausstrahlen sollen.

, Neubau Siedlung mit 81 Wohnungen, BIrmensdorf/ZH ab 2016

Aemet

Die Siedlung Ämet der Nest belegt zwei Baufelder in einem grösseren Bebauungsplan auf einem Hügel nördlich des Bahnhofs Birmensdorf. Die 13 dreigeschossigen Häuser beinhalten je sechs bis neuen Wohnungen. Die aufgelockerte Anordnung in kleineren Gebäudevolumen erlaubt allen Wohnungen eine Vielfalt von Durchblicken in drei Himmelsrichtungen. Die angrenzende offene Landschaft fliesst in die Siedlung, die Randlage am Übergang zur offenen Landschaft wird in allen Wohnungen erlebbar.

Alle Häuser sind nach den gleichen strukturellen Regeln aufgebaut, reagieren aber mit Variationen auf die unterschiedliche Geometrie und Neigung der beiden Baufelder sowie die Lage innerhalb der Baufelder und bilden so eine beruhigende Klammer um die ganze Überbauung.
Die Häuser sollen als reine Holzbauten erstellt werden. Zusammen mit den minimierten Baugruben und einer grossflächigen Photovoltaikanlage werden die erhöhten Anforderungen an die Nachhaltigkeit erreicht.

, Ersatzneubau mit 167 Wohnungen, Zürich 2009-2016

Siedlung Triemli 1

Die lockere, über die Jahrzehnte im Triemliquartier gewachsene Bebauungsstruktur wird in verdichteter Form fortgesetzt. Entlang der beiden stark befahrenen Strassen setzen zwei lange Gebäudekörper einen neuen Akzent und schirmen den Hofraum der Siedlung ab. Die unterschiedliche, städtebauliche Wichtigkeit der beiden Strassenräume kommt in verschieden hohen Gebäudekörpern zum Ausdruck. Nach dem Umbau zur Allee wird die Birmensdorferstrasse zur städtischen Achse, die nach entsprechend starken Gebäuden verlangt. Die Hauptschnittstelle zum städtischen Raum liegt an der aufgebrochenen Ecke bei der Kreuzung der beiden Strassen. Von dort gelangt man über eine diagonale Hauptverbindung in einen parkartigen Hofraum. Diese Wegverbindung schafft auch die Beziehung zum Neubau der Genossenschaft Rotach und zur Paul Clairmont-Strasse. Der Hof wird geprägt durch fünf gleichfalls unterschiedlich hohe Punkthäuser, die einerseits Bezug nehmen zur bestehenden, aufgelockerten Bebauung in der unmittelbaren Umgebung. Anderseits sorgt die gestaffelte Anordnung für Transparenz innerhalb der Siedlung und gibt den Wohnungen Aussicht oder zumindest einen grossen Himmelsanteil.

, Umbau eines Industriegebäudes in ein Parkhaus auf dem Kunzareal, Windisch, 2014/2017

Heinrich

Ein monumentales Fabrikgebäude aus den 1950er-Jahren soll in ein Parkhaus umgewandelt werden. Dabei wird die Südfassade – bisher eine Brandmauer zu einem abgebrochenen Verbindungsbau – zur neuen Hauptfassade und zur Erschliessungsschicht. Die neue Fassade soll mit ihrer Schlämmung dem Haus eine archaische Kraft geben.

, Renovation und Umbau 2011 - 2014

Bundesbriefmuseum Schwyz

Das Bundesbriefarchiv wurde 1936 eröffnet und beherbergt den Bundesbrief von 1291, weitere 15 Bündnisdokumente aus der frühesten Zeit der Eidgenossenschaft sowie eine Anzahl von Schlachtenfahnen.

Beim Umbau ging es darum, das Museum für einen modernen Betrieb zu erweitern, die Ausstellungsgegenstände mit einer zeitgemässen Szenographie neu zu präsentieren und das Gebäude technisch instand zu setzen (Erdbebensicherheit, Behindertengängigkeit, Haustechnik etc.). Das architektonische Hauptelement des Umbaus ist die neue verglaste Eingangshalle mit Cafeteria und Museumsshop. Im Erdgeschoss kommen weiter ein neuer Vortragssaal und ein Raum für Wechselausstellungen hinzu. Daneben wurde das Haus aufgefrischt, teilweise auch in die ursprüngliche Gestalt zurückgebracht.

, Wohnüberbauung mit 61 Wohnungen auf dem Kunzareal, Windisch, 2010- 2014

Spinnerkönig

Das ehemalige Textilindustrieareal wird in Etappen und mit verschiedenen Teilprojekten und Projektteams entwickelt. Die alten Fabrikgebäude werden zum Teil umgenutzt und teilweise durch Neubauten ersetzt. Für das Baufeld East-Side, das aus den Baufeldern M2, M3, M4 und einer Sammelgarage besteht, fand ein Architekturwettbewerb statt, den HLS Architekten für sich entscheiden konnten.

In drei Neubauten entstehen Mietwohnungen von verschiedener Grösse und Art. Allen gemeinsam ist die Ausrichtung auf die Flusslandschaft und die ersten Juraausläufer. Die Innenräume spielen mit der Spannung zwischen der Baustruktur und den (flexiblen) Innenausbauten. Durch die Inszenierung der Baustruktur erhalten die Wohnungen einen loftartigen Touch und erweisen der Geschichte des Kunz-Areals so ihre Referenz.

, Mehrfamilienhaus, Zürich 2007–2011

Habsburgstrasse 1

Eine Gruppe von kleineren Einzelhäuser sollte an der Ecke Damm-/Habsburgstrasse in Zürich-Wipkingen ersetzt werden. Auf dem Grundstück Habsburgstrasse 1 gehen HLS Architekten 2007 als Sieger aus einem Studienwettbewerb hervor.
Die Bauherrschaft legt grossen Wert auf Nachhaltigkeit, Quartierverträglichkeit und Grundrissvielfalt. HLS schlagen ein vollständiges Holzgebäude mit 13 unterschiedlichen Wohnungen vor. Die Skelett-Grundstruktur erlaubt die freie Unterteilbarkeit der Geschosse. Der Längsschnitt folgt dem Profil der sanft abfallenden Habsburgstrasse, wodurch in praktisch jeder Wohnung überhohe Bereiche entstehen.
Sowohl im Innern wie auch aussen ist der Holzbau verkleidet (Schall-/Brandschutz). Die Grundstruktur bleibt aber erlebbar und trägt neben den Höhenversprüngen zur räumlichen Vielfalt der Wohnungen bei.

, Wohn- und Geschäftshaushaus, Zürich 2004–2007

Schöneggstrasse 27

Der Neubau für die Baugenossenschaft homelab, der das Grundstück zwischen Schönegg- und Sihlhallenstrasse maximal ausnützt, enthält ebenerdig einen Verkaufs- oder Büroraum, pro Obergeschoss je eine 125qm grosse Wohnung mit grosszügiger Terrasse und im Dachgeschoss eine 81qm grosse Attikawohnung.
Die Wohnungen in den Normalgeschossen sind in drei unterschiedlich hohe Zonen aufgeteilt, die sich flexibel ausbauen lassen. Die Mieter konnten jeweils zwischen einem Lofttyp und einer ausgebauten Wohnung wählen, wobei je nach Anzahl Zwischenwänden Optionen zwischen einer Drei- und Fünfzimmerwohnung bestehen.
Die beiden Fassaden an der Schönegg- und an der Sihlhallenstrasse sind grundsätzlich gleichartig ausgebildet. Es wird nicht zwischen einer Vorder- und Rückfassade unterschieden. Konsequenterweise kann die luxuriöse Eingangshalle von beiden Seiten betreten werden. Auch die Verkaufsfläche im Erdgeschoss verfügt an beiden Strassen über grossformatige Schaufenster mit je einem Eingang. Die Fassade besteht aus einer verputzten, polychrom gestalteten Gebäudehülle mit grosszügigen Fenstern. Der grosse Fensteranteil bringt viel Licht in die Innenräume. Dennoch fühlt man sich durch die Brüstungen in allen Räumen den Nachbarn gegenüber nicht ausgestellt. Je ein Erker auf der Schönegg- und der Sihlhallestrassenseite erlauben Ausblicke in die Strassenfluchten. Auf der ruhigen Sihlhallestrassenseite wurde die Fassadenabwicklung zusätzlich durch den eingezogenen Balkon vergrössert, so dass der grösste Teil der Wohnungen von dieser ruhigeren Seite natürlich belüftet werden können.

, Doppeleinfamilienhaus, Zürich 2005-2007

Hadlaubsteig

An privilegierter Hanglage am Fuss des Züricher Villenquartieres entstand dieses Haus für zwei Bauherrschaften.
Beide Parteien wünschten die exakt gleichen Wohn- und Gartenflächen und sollten möglichst gleichwertig an der schönen Sicht über die Stadt teilhaben.
Damit endeten die Gemeinsamkeiten und mit jeder Bauherrschaft wurde eine individuelle Architektursprache entwickelt, sowohl hinsichtlich der internen Raumbeziehungen, als auch der Materialisierungen. Im einen Fall ein offenes, fliessendes Raumkontinuum, im anderen Fall eine eher klassische Aneinanderreihung von Räumen.
Um beiden Wohnungen die gleichen Qualitäten zu verleihen, erstreckt sich jeder Hausteil vom Garten, über alle vier Geschosse, bis hinauf zur Dachterrasse. Gleichzeitig strebten wir einen ruhigen äusseren Auftritt des Hauses an. Die zwei komplett unterschiedlichen Wohnungen sollten deshalb von aussen nicht ablesbar sein.
Aus all diesen Vorgaben ergab sich dann ein äusserst komplexer Grundriss, in dem sich die beiden Wohnungen in einer Dregbewegung um die Mitte des Hauses, von Geschoss zu Geschoss, ineinander verzahnen.
Um dem Haus optisch etwas von seiner beachtlichen Grösse zu nehmen, wurde jede der vier Hausfassaden durch einen leichten Knick in zwei Flächen unterteilt. So verändert sich das Aussehen des Hauses mit der Tageszeit und dem Sonnenstand ständig.
Die metallene, dunkle Einkleidung von Fassaden und Dach unterstreicht die Kompaktheit des Volumens und ihre elegante Wirkung nimmt Bezug auf die gehobenen Wohngegend im Umfeld des Hauses.

Gartengestaltung: Ganz Landschaftsarchitekten BSLA, Zürich
Bauingenieur: Büro Thomas Boyle & Partner AG, Zürich

 

, Umbau, Rüfenacht 2004

Alte Bernstrasse

In einem Mehrfamilienhaus einer ehemaligen Gärtnerei, vom Amt für Denkmalpflege als schützenswert eingestuft, sollte die Erdgeschosswohnung renoviert und vergrössert werden.
Die Bauherrschaft besitzt durch Ihre Sammelleidenschaft eine beachtliche Menge an Büchern und Kunstgegenständen. Durch zahlreiche Umzüge immer nur in Kisten gelagert und nie in voller Grösse genossen, sollte diese Sammlung nun endlich einen Raum bekommen.

Beim Umbau galt es in erster Linie Platz für die vielen Bücher der Bauherren zu schaffen, wozu Orangerie und Lagerraum der ehemaligen Gärtnerei an die Wohnung im Erdgeschoss durch eine gläserne Laube angebunden und als eine 4m hohe Bibliothek, in die man durch eine „Kaskade“ aus Bücheregalen hinabtaucht, gestaltet wurden.
Dieses Atelier ist das Herzstück der Wohnung – der introvertierteste Raum, von Aussen durch Vorzonen wie der Laube und der Orangerie geschützt.
Entwurfsmassgebend ist der Kontrast zwischen der Struktur der Altbauwohnung, die nur saniert und an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst immer noch kleinteilig und gemütlich bleibt und der neu geschaffenen Bibliothek mit ihrer Grosszügigkeit und Modernität.