Thema: Mehrfamilienhaus

, Gesamtleistungswettbewerb 2021

Holzwerk Windisch

Das letzte Bauwerk im Rahmen der Umnutzung des Kunzareals steht an einer strategisch wichtigen Stelle am Eingang zum Areal. Entsprechend sollten im Erdgeschoss Publikumsnutzungen – auch in Ergänzung zum gemeinschaftlich genutzten Disellokal – angeboten werden. Der Vorschlag schlägt auf Erdgeschossebene über Rücksprünge ein Netz von Raumbezügen vor, die aus der Dichte rund um das Gebäude verschiedene, qualitativ hochwertige Aussenräume schaffen.
Beim Skelettbau handelt es sich um einen vollständigen Holzbau, der hochflexibel ist und deshalb neben den gewünschten Kleinwohnungen alternative Nutzungen ermöglicht. Das Haus ist also nicht nur technisch-konstruktiv nachhaltig sondern auch strukturell.

, Studienauftrag 2021

Küngenmatt

Im Kontext der durchgrünten Gartenstadt der Nachkriegszeit sollen die drei bestehenden Wohnhäuser durch Neubauten ersetzt werden. Erlaubt ist heute eine wesentlich höhere Dichte. Die Birmensdorferstrasse stellt eine grosse  Lärmimmissionsquelle dar, ein spezieller Gebäudetyp mit tiefen Grundrissen vermag das Problem auf qualitativ hochwertige Art und Weise zu lösen und schirmt den Hof vom Lärm ab.
In den beiden Querhäusern auf dem rückwärtigen Teil der Parzelle sind Wohnungen angeordnet, die sich ebenfalls von Fassade zu Fassade erstrecken und so vielfältige Raumbezüge zwischen Innen und Aussen schaffen.

, Studienauftrag 1. Preis 2020

Im Schatz Bassersdorf

Über Bassersdorf soll ein Ensemble mit Eigentumswohnungen erstellt werden. Es handelt sich um die beste Lage in Bassersdorf mit dem Wald und im Waldabstand einer grossen Freifläche im Rücken und gegen Westen der Aussicht über das Glattal.
Der Entwurf schlägt in vier Häusern Wohnungen vor, die zwischen Einfamilienhaus und Etagenwohnung oszillieren:
Jede Wohnung verfügt über einen eigenen Eingang vom Garten
Jede Wohnung verfügt über einen eigenen Garten oder eine grosse Dachterrasse
Es gibt kein gemeinsames Treppenhaus, nur einen Lift, der in Tiefgarage führt.
Neben dem eigenen Zugang wir die gemeinsame Tiefgarage als repräsentative Eingangshalle ausgebildet.

, Studienauftrag 2020

Glockenacker

Der Glockenacker liegt dort, wo Witikon in die freie Landschaft ausläuft. Die laute Witikonerstrasse ist auf der Höhe des Projekts schon als Landstrasse und nicht als städtischer Strassenraum ausgebildet. Landschaftlich sind der Einschnitt des Stöckentobelbachs und der dahinter liegende Hügelzug der Looren prägend. Ein parkartiger Grünraum verknüpft die Bebauungen, die geprägt sind durch Zeilenbauten aus den fünfziger und sechziger Jahren.

Der Projektvorschlag nimmt diese Bebauungstruktur auf. Durch niedrigere, gestaffelte Bauten entlang der Strasse entsteht eine grosse Durchlässigkeit quer zum Hang. Von jeder Wohnung besteht Aussicht in zwei Aussenräume und über dieLandschaft bis zum Looren.

Die Konstruktion basiert auf einem einfachen und Modularen Schema. Der Holzbau wird sowohl gegen aussen wie auch in den Wohnungen zu einem sinnlichen Thema

, Neubau mit 5 Wohnungen ab 2019

Stadthaus Feldblume

Der Ersatzneubau umfasst 5 Wohnungen, einen Raum auf dem Dach sowie ein Untergeschoss und soll als Mehrgenerationen-Haus bewohnt werden.
Der Grundriss des Hauses folgt konsequent dem Sonnenlauf. Die Etagenwohnungen öffnen sich in den Gebäudeecken zur Morgen-, Mittag- und Abendsonne. Alle den Fenstern zugehörigen Bauteile, wie Geländer, Storen- und Markisenkästen, aber auch die Balkone, entwickeln sich aus diesen Fensteröffnungen heraus und sind im selben Farbton gehalten. Im Kontrast zu diesen Fensteröffnungen sind die geschlossenen Wandflächen mit einer hellen Welleternit-Platte verkleidet, die dem Haus eine Leichtigkeit verleihen. Nach oben hin wird das Volumen durch ein sich zurückstaffelnder Dachraum abgeschlossen.
Gesamthaft entsteht ein Solitär, der auf alle Seiten differenziert reagiert und räumliche Verbindungen mit der Umgebung eingeht.

, Wohnüberbauung, ab 2018

Hangenmoos Wädenswil

Eine Parzelle am Rande der Bauzone oberhalb von Wädenswil, die sich seit mehreren Generationen im Besitz der Bauherrschaft befindet,  soll mit circa 22 Wohnungen in drei Häusern bebaut werden.
Auf einer Wiese mit Obstbäumen schweben die Wohngen auf gegeneinander versetzten Plattformen. Die Wohnungen verzahnen sich so mit der Landschaft; der Ausblick auf den Zürichsee wird durch die Baumkronen gerahmt. Dadurch entstehen zusätzliche Raumtiefe, die Baumkronen spenden im Sommer Schatten und wirken auch als Privatheit erzeugenden Filter zwischen den Häusern.
Auf den je drei Wohngeschossen können unterschiedliche Bezüge zum Aussenraum angeboten werden: Im Erdgeschoss zum Garten, im Obergeschoss in den Baumkronen und in den Attikageschossen als kleine Häuschen unter dem Himmel.

, Wettbewerb 2019, 3. Preis

Köchlistrasse

Die Quartiererhaltunszone, mit ihrer „mehrheitlich geschlossenen Bauweise von hoher Dichte des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts mit prägnanten Strassenräumen“ (BZO) zeigt sich an der Köchlistrasse mit ihrer Bebauung der 60er bis 80er-Jahre von ihrer heterogensten Seite. Das Fragmentarische, insbesondere in der unmittelbaren Nachbarschaft der Köchlistrasse 5/7 macht derweil die Qualität der schmalen Wohnstrasse aus; sie stellt geradezu eine Antithese zu rein neoklassizistischen Interpretationen des Themas Hofrandbebauung dar.

Der Entwurf setzt an diesem Punkt an: Die Grundstruktur basiert auf einem Raster, das an die klassizistische Typologie erinnert, wobei die Strenge des traditionellen Grundrisses aufgebrochen wird. Eine durchlässige Schotenstruktur erlaubt die verschiedensten Bezüge sowohl in Querrichtung wie auch zwischen Hof und Strasse und ermöglicht vielfältige Grundrissvarianten.

, Studienwettbewerb 2018, 1. Preis

Zentrum Hombrechtikon

Hombrechtikon soll ein neues Zentrum erhalten. Statt am Dorfrand an einer Verkehrsdrehscheibe soll der neue Migros, ein Volg mit Tankstelle und andere Läden mitten im Zentrum neu gebaut werden und dabei die bereits bestehenden Läden und Restaurants ergänzen und stärken. Ein Angebot von fünfzig neuen Wohnungen soll das Zentrum zusätzlich beleben.

, Wohn- und Gewerbeüberbauung, 2018

Hunzikerei

Die Bauherrin möchte ihren traditionsreichen Malerbetrieb in neuen Räumlichkeiten unterbringen und gleichzeitig ihre Grundstücke im Langstrassenquartier Zürichs mit Wohnungen verdichten.

Verlangt war eine Blockrandbebauung mit Gewerbe im Erd- und Untergeschoss (das erlaubte Maximum) und modernen Stadtwohnungen in den Obergeschossen. Der Hof soll weitgehend als Umschlagplatz für den Malerbetrieb dienen. Die Gewerbegeschosse sollen möglichst flexibel nutz- und veränderbar sein. Die Anforderungen an die „Quartiererhaltungszone“, die Gründerzeitquartiere Zürichs schützen und weiter entwickeln will, müssen erfüllt werden.

Unser Vorschlag baut auf einem Holzskelett auf, das auch in den Wohngeschossen eine Vielfalt von kompakten Wohnungen erlaubt. Der Bandraster erlaubt trotz seiner Strenge verschieden breite Zimmer und eine grosse Vielfalt an Raumkonstellationen.
Die Holzkonstruktion wird an der Strassenfassade ebenfalls thematisiert und durch eine polychrome Farbgestaltung angereichert. Es handelt sich so um den Versuch die Gründerzeitarchitektur der Umgebung auf differenzierte und durchaus üppige Art und Weise weiterzuentwickeln. Sowohl der tektonische Aufbau wie auch die Bildsprache werden Aufgenommen.

, Ideen-/Projektwettbewerb 2018

Nadelband

Mit dem Bau der Limmattalbahn wird die Zürcherstrasse zur wichtigsten urbanen Achse des boomenden Limmattals. Die Stadt Dietikon hat ein Leitbild entwickelt, dass dieser Tatsache mit einer dichten Bebauung entlang der Zürcherstrasse Rechnung trägt.
Im Wettbewerb war ein Entwicklungsvorschlag für das ganze Areal (Zeitraum 20 Jahre), das einer heterogenen Besitzerschaft gehört, gefragt (Ideenperimeter). Für die südwestliche Ecke sollte ein konkretes Projekt vorgeschlagen werden, das in den nächsten fünf Jahren realisiert werden soll (Projektperimeter).

Unser Bebauungsvorschlag für den Ideenperimeter lehnt sich eng an das Leitbild an, das mit der Vision der hoch verdichteten,  sehr urban ausgestalteten Zürcherstrasse ein starke Grundlage bildet. Wir sind der Meinung, das die Vision eine heterogene, pragmatische Bebauung zulässt, die sich an der klassischen Stadt orientiert und auf der Idee von verschiedenartigen Hauseinheiten aufbaut.
Die Klammer über das ganze Areal bilden die Aussenräume: es wird ein Geflecht von verschieden ausgestalteten und bespielbaren Höfen, die teilweise Fragmente der bestehenden Bebauung miteinbeziehen, vorgeschlagen .

Im Projektperimeter schlagen wir drei leicht unterschiedlich hohe und tiefe modulare Holzbauten vor. Auf einem standartisierten Grundraster lassen sich verschiedene Typologien realisieren.

, Studienauftrag 1. Preis, ab 2017

Blümlimattweg Thun

Die Bauherrschaft wünschte, dass ein bestehendes, ursprünglich als Ferienhaus ob Thun konzipiertes Gebäude in ein Eigenheim mit vier vermietbaren Kleinwohnungen transformiert wird.

Der Entwurf geht stark vom bestehenden Garten und dem Bestandsgebäude mit seinem markanten Dach aus. AlleWohneinheiten verfügen über einen im Erdgeschoss liegenden Wohnraum mit grosser Terrasse; die introvertierten Schlafräume im Dachgeschoss werden über wohnungsinterne Treppen erreicht.

, Renovation und Aufstockung eines Wohn- und Geschäftshauses, 2016 - 2018

Glarnerstrasse Siebnen

Das Gebäude aus dem Jahre 1976 befindet sich im Zentrum von Siebnen. Der Bestand mit Wohnungen, Studios (ehemals Hotelzimmer) sowie Verkaufs- und Gastronutzungen im Erdgeschoss soll komplett renoviert werden: Ertüchtigung der Statik (Erdbebensicherheit), neue Haustechnikinstatallationen (Strangsanerungen), Gebäudehülle (Neue Fenster, Storen; neues Dach), Innenrenovation der Wohnungen (inklusive neuer Nasszellen).

Dazu wird das Gebäude mit drei bis vier neuen Attikawohnungen um ein Geschoss aufgestockt. Die Aufstockung erfolgt in Holzbau.

, Neubau Wohn- und Geschäftshaus 2015

Bankstrasse Uster

Am Bahnhofslatz von User sollen zwei Altbauten durch ein gemischtes Wohn- und Geschäftshaus ersetzt werden. Die hybride Nutzung auf engstem Raum ist komplex: Im Untergeschoss wird die Tiefgarage der Nachbarüberbauung erweitert, im Erdgeschoss sollen sich Läden und Gastronomie einmieten, darüber zwei Büro- und drei Wohngeschosse. Die Ausnutzung soll maximiert werden.

Der Entwurf reagiert auf die heterogene und im Gewerbebereich noch offene Nutzung mit einer neutralen Struktur, die auf den Geschossen verschieden bespielt werden kann und den Innenräumen einen starken architektonischen Ausdruck verleiht.
Die strukturelle Ordnung wird auch zum Fassadenthema. Der tektonische Ausdruck verweist auf die Konstruktion des Gebäudes und schafft eine formale Verbindung zur klassizistischen, unter Schutz stehenden, Nachbarliegenschaft.

, Projektstudie 2014, Windisch

Heinrich Nord

Das ehemalige Industriegebäude Heinrich setzt sich aus dem nördlichen, heute als Rekrutierungszenrum genutzten, und dem südlichen Teil, der 2016/17 von HLS in ein Parkhaus umgebaut wird, zusammen. Das umgebaute Parkhaus ist so konzipiert, dass die nördliche Hälft im Falle des Abbruchs des Rekrutierungszentrums statisch für sich stehen kann.

Der vorliegende Vorschlag soll aufzeigen, dass das Baufeld nördliche des Parkhauses ein grosses Potential besitzt – auch bei Beibehaltung des massiven südlichen Parkhausteils. Vorstellbar ist ein Haus mit folgenden Eigenschaften:

  • Der Gesatltungsplan erlaubt ein Gebäudekörper mit einer Höhe von ca. 13.70m (am Nordende mehr). Darin finden ein nur teilweise im Boden liegendes Kellergeschoss (Grundwasserproblematik) und vier Wohngeschosse Platz.
  • Die Studie schlägt vor, das Baufeld ganz auszunutzen und neu mit einem Patiohaus zu bebauen.
  • Der introvertierte Hof lebt von einer speziellen Qualität, die durch die Bepflanzung – zum Beispiel mit grossen Nadelhölzern – unterstützt wird.
  • Die Gebäudestruktur ist hochflexibel. Neben Wohnungen sind auch Büronutzungen und Ateliers denkbar.
  • Alle Wohnungen haben Bezug gegen aussen und (mit Ausnahme der aussen liegenden Kleinwohnungen) zum Hof.
  • Da keine Tiefgarage erstellt werden muss, kann das Gebäude mit einer optimierten, ökonomischen Bauweise erstellt werden.

, Wettbewerb 2014

Freihofstrasse 30-36 Zürich

Das Projekt ersetzt die Abbruchäuser durch einen einfachen viergeschossigen, 14m tiefen Gebäudekörper und schliesst so den Blockrand linear ab. Strassenseitig wird mit klassischen Elementen der urbanen Architektur gearbeitet: Klare Adressbildung; Gebäudegliederung in Sockel, Mittelteil und Attika; robuste Materialisierung mit Klinker und Putz. Die Ausbildung der Fenster und Veranden geben dem Haus trotz hoher Lärmbelastung ein lebendiges Gesicht.

 Es wird auf eine für diesen Ort typische Gebäudestruktur gesetzt: Ein markanter Sockel enthält strassenseitig eine Eingangshalle, die die drei kompakten Treppenhäuser verbindet, die wie­derum pro Geschoss je zwei Wohnungen als klassische Zweispänner erschliessen. Die Ein­gangshalle schafft nicht nur ein Bindeglied quer durch das Haus, sondern bildet auch eine ein­zige Adresse. Zusammen mit dem Vorgarten entsteht ein grosszügier Raum, der Bewohner und Besucher in Empfang nimmt.

Die Wohnungstypologie basiert einerseits auf bewährten Zweispännertypen aus der Gründer­zeit, wird anderseits bedingt durch die Lärmsituation und dem Wunsch nach äusserst kompak­ten Wohnungen mit hoher Belegungsdichte weiterentwickelt. Grundsätzlich gibt es zwei Woh­nungstypen:

Die Wohnungen der Obergeschosse werden über eine Wohnküche betreten. Aus lärmtechni­schen Gründen wird dieser Zentralraum zusammen mit einem strassenseitigen Zimmer über eine Veranda belüftet. Der Zentralraum erschliesst sämtliche Schlaf- und Nebenräume und bil­det über einen leicht diagonalen Bezug zusammen mit einem Balkonzimmer auf der Gartensei­te den Wohnraum. Wahlweise kann das Balkonzimmer auch als abgeschlossenes Zimmer be­nutzt werden: als Arbeits-, Gäste-, Spiel-, WG-Zimmer etc. In diesem Fall reduziert sich der Wohn- oder Gemeinschaftsraum auf die Essküche mit südostorientierter Veranda. Diese Wohntypologie hat den Vorteil, dass sie ohne Korridore auskommt, eine hohe Belegungsdichte ermöglicht und für verschiedene Haushaltformen von der Familie bis zur WG geeignet ist.

Das Erdgeschoss ist strassenseitig sehr lärmexponiert, das Gartengeschoss ragt nur auf der Hofseite aus dem Boden. Deshalb werden die Wohnungen hier über die Eingangshalle bezie­hungsweise über einen Korridor erschlossen und orientieren sich einseitig auf den ruhigen Hof.

, Wettbewerb Wohn- und Geschäftshaus, Zürich 2014

Herdernstrasse

Gefragt war ein Wohnhaus mit ökonomischen Wohnungen, die von möglichst vielen Menschen bewohnt werden können.
Wir haben uns für eine Wohntypologie mit grosszügigen Wohnküchen und einem knappen Wohnzimmer, das auch als Zusatz- oder Gästezimmer benutzt werden kann. Das Erdgeschoss ist flexibel unterteilbar und kann an der prominenten Strassenecke durch verschiedene Nutzungen belegt werden. Die Fassade nutzt die Vorteile des Leichtbaus zu einer grosszügigen Geste im Sockelbereich und verleiht dem Gebäude eine an dieser anonymen Stele der Stadt ein expressives Gesicht.

, Mehrfamilienhaus, Zürich 2007–2011

Habsburgstrasse 1

Eine Gruppe von kleineren Einzelhäuser sollte an der Ecke Damm-/Habsburgstrasse in Zürich-Wipkingen ersetzt werden. Auf dem Grundstück Habsburgstrasse 1 gehen HLS Architekten 2007 als Sieger aus einem Studienwettbewerb hervor.
Die Bauherrschaft legt grossen Wert auf Nachhaltigkeit, Quartierverträglichkeit und Grundrissvielfalt. HLS schlagen ein vollständiges Holzgebäude mit 13 unterschiedlichen Wohnungen vor. Die Skelett-Grundstruktur erlaubt die freie Unterteilbarkeit der Geschosse. Der Längsschnitt folgt dem Profil der sanft abfallenden Habsburgstrasse, wodurch in praktisch jeder Wohnung überhohe Bereiche entstehen.
Sowohl im Innern wie auch aussen ist der Holzbau verkleidet (Schall-/Brandschutz). Die Grundstruktur bleibt aber erlebbar und trägt neben den Höhenversprüngen zur räumlichen Vielfalt der Wohnungen bei.

, Wohn- und Geschäftshaushaus, Zürich 2004–2007

Schöneggstrasse 27

Der Neubau für die Baugenossenschaft homelab, der das Grundstück zwischen Schönegg- und Sihlhallenstrasse maximal ausnützt, enthält ebenerdig einen Verkaufs- oder Büroraum, pro Obergeschoss je eine 125qm grosse Wohnung mit grosszügiger Terrasse und im Dachgeschoss eine 81qm grosse Attikawohnung.
Die Wohnungen in den Normalgeschossen sind in drei unterschiedlich hohe Zonen aufgeteilt, die sich flexibel ausbauen lassen. Die Mieter konnten jeweils zwischen einem Lofttyp und einer ausgebauten Wohnung wählen, wobei je nach Anzahl Zwischenwänden Optionen zwischen einer Drei- und Fünfzimmerwohnung bestehen.
Die beiden Fassaden an der Schönegg- und an der Sihlhallenstrasse sind grundsätzlich gleichartig ausgebildet. Es wird nicht zwischen einer Vorder- und Rückfassade unterschieden. Konsequenterweise kann die luxuriöse Eingangshalle von beiden Seiten betreten werden. Auch die Verkaufsfläche im Erdgeschoss verfügt an beiden Strassen über grossformatige Schaufenster mit je einem Eingang. Die Fassade besteht aus einer verputzten, polychrom gestalteten Gebäudehülle mit grosszügigen Fenstern. Der grosse Fensteranteil bringt viel Licht in die Innenräume. Dennoch fühlt man sich durch die Brüstungen in allen Räumen den Nachbarn gegenüber nicht ausgestellt. Je ein Erker auf der Schönegg- und der Sihlhallestrassenseite erlauben Ausblicke in die Strassenfluchten. Auf der ruhigen Sihlhallestrassenseite wurde die Fassadenabwicklung zusätzlich durch den eingezogenen Balkon vergrössert, so dass der grösste Teil der Wohnungen von dieser ruhigeren Seite natürlich belüftet werden können.

, Doppeleinfamilienhaus, Zürich 2005-2007

Hadlaubsteig

An privilegierter Hanglage am Fuss des Züricher Villenquartieres entstand dieses Haus für zwei Bauherrschaften.
Beide Parteien wünschten die exakt gleichen Wohn- und Gartenflächen und sollten möglichst gleichwertig an der schönen Sicht über die Stadt teilhaben.
Damit endeten die Gemeinsamkeiten und mit jeder Bauherrschaft wurde eine individuelle Architektursprache entwickelt, sowohl hinsichtlich der internen Raumbeziehungen, als auch der Materialisierungen. Im einen Fall ein offenes, fliessendes Raumkontinuum, im anderen Fall eine eher klassische Aneinanderreihung von Räumen.
Um beiden Wohnungen die gleichen Qualitäten zu verleihen, erstreckt sich jeder Hausteil vom Garten, über alle vier Geschosse, bis hinauf zur Dachterrasse. Gleichzeitig strebten wir einen ruhigen äusseren Auftritt des Hauses an. Die zwei komplett unterschiedlichen Wohnungen sollten deshalb von aussen nicht ablesbar sein.
Aus all diesen Vorgaben ergab sich dann ein äusserst komplexer Grundriss, in dem sich die beiden Wohnungen in einer Dregbewegung um die Mitte des Hauses, von Geschoss zu Geschoss, ineinander verzahnen.
Um dem Haus optisch etwas von seiner beachtlichen Grösse zu nehmen, wurde jede der vier Hausfassaden durch einen leichten Knick in zwei Flächen unterteilt. So verändert sich das Aussehen des Hauses mit der Tageszeit und dem Sonnenstand ständig.
Die metallene, dunkle Einkleidung von Fassaden und Dach unterstreicht die Kompaktheit des Volumens und ihre elegante Wirkung nimmt Bezug auf die gehobenen Wohngegend im Umfeld des Hauses.

Gartengestaltung: Ganz Landschaftsarchitekten BSLA, Zürich
Bauingenieur: Büro Thomas Boyle & Partner AG, Zürich

 

, Mehrfamilienhaus, Zürich 1994–2004

Kanzleistrasse 72

1994 war unsere Analyse des Zürcher Wohnungsmarktes:

Der Wohnungsmarkt befriedigt vorwiegend traditionelle Wohnbedürfnisse, die nur noch zum Teil den aktuellen gesellschaftlichen Verhältnissen und Ansprüchen gerecht werden. Konkret treten immer mehr verschiedene Nutzergruppen auf: Singles, Alleinerziehende, Alters-, Studenten-, Therapie-WGs, Grosshaushalte, usw. All diese Mieter oder Käufer müssen in der Regel für Wohnungen, die sie weder wollen noch brauchen können, einen grossen Teil ihres Einkommens auslegen.

Dagegen stand 1994 unsere Vision vom Wohnen:

  • Wir wollen Eigentümer, bzw. langfristige Mieter unseres Wohnraums werden;
  • Wir wollen in einem städtischen Umfeld leben;
  • Wir wollen möglichst viel von unserem Wohnraum selber gestalten;
  • Die Wohnung soll anpassungsfähig sein – an die Anzahl Bewohner, den Ausbaustandard, die Wohnform und vor allem an die finanziellen Möglichkeiten.

Im Zürcher Kreis 4 an der Kanzleistrasse stiessen wir auf ein unternutztes Grundstück, das dem KVZ gehörte. Diese Baulücke sollte nach unseren Vorstellungen mit flexiblen Wohnungen bebaut und maximal ausgenutzt werden.

Im Jahre 2000 wurde die Parzelle und unser Projekt von der Stiftung PWG übernommen. Das Projekt wurde im Februar 2004 fertig gestellt. Dabei wurden drei Grundrisstypen, die auf die Bedürfnisse der PWG zugeschnitten sind, eingebaut. Der flexible Grundtyp bleibt aber im Kern erhalten und lässt in Zukunft verschiedenste Optionen für Umbauten in allen Etagen offen.

, Wohnhaus in 8004 Zürich 2001/2004

Hohlstrasse 149

Der Neubau liegt an prominenter Lage am Kopfende des Erismannhofes. Zwei sehr unterschiedliche Seiten prägen die Situation: eine ruhige Süd- und Hofseite einerseits und eine lärmbelastete Nord- und Strassenseite. Beide verfügen sie jedoch über weitläufige einmalige Ausblicke. Diese zwei Seiten fliessen in das Grundrisskonzept ein. Grosse “bildhafte” Fenster rahmen in einer nördlichen Raumschicht den Ausblick über das Gleisfeld, während die südliche Raumschicht mittels französischer Fenster die Sicht über den Hofraum auf den Uetliberg hin öffnet. Eine mittlere Zone nimmt die Nasszellen und das Treppenhaus auf. In einem Grundausbau wird ein offner um die Kerne fliessender und frei unterteilbarer Raum angeboten.
Eine zweigeschossige Eingangshalle unterstreicht das Besondere des Hauses. Ein anschliessendes Mezzaningeschoss kann unterschiedlich genutzt werden (zusätzliche Zimmer, Ateliers, Büros). In den oberen Geschossen liegen je zwei Wohnungen. Eine grosse Dachwohnung schliesst schliesslich das Gebäude ab. Die Parkierung liegt im Erdgeschoss in einer Einstellhalle, die mit dem Hofraum zusammen von der Hausgemeinschaft genutzt werden kann.

, Wohn- und Geschäftshaus, 8004 Zürich

Hohlstrasse 163

Die Hohlstrasse ist eine der meistbefahrenen Stadtstrassen Zürichs. Die Lärmbelastung ist beträchtlich. Im Gegensatz dazu ist die Erismannstrasse eine ruhige Quartierstrasse. Die Nachbarschaft wird durch die städtische Siedlung Erismannhof, zahlreiche grosse Genossenschaftshöfe aus der Zwischenkriegszeit und der Casa d‘Italia, dem italienischen Kulturzentrum, gebildet.

Es wird ein Neubau vorgeschlagen, der sich von der lauten Hohlstrasse abwendet und sich gegen den ruhigen Hof öffnet. Dazu wird an der Innenecke die Fassadenabwicklung vergrössert, um für alle Räume eine möglichst optimale Licht- und Belüftungssituation zu schaffen. Alle Räume erhalten so Anstoss an den Hof. Das Erdgeschoss eignet sich als Laden oder Büro. Pro Obergeschoss sind zwei mittelgrosse Wohnungen möglich, im Dachgeschoss Studios oder, in Verbindung mit dem 4. Obergeschoss, Duplexwohnungen.

, Projektstudie 1994

Aufstockung Langstrasse

Auf dem Eckgebäude Lang-/Kanzleistrasse besteht eine Ausnützungsreserve, die durch eine Aufstockung realisiert werden soll.

Die bestehende Bausubstanz soll für die Aufstockung möglichst unverändert bleiben. Die Logik der bestehenden Grundrisse wird nach oben weiter geführt. Gestalterisch wird die Aufstockung zu einem neuen, städtischen Mansardendach, das sich als leuchtender Kristall über dem bestehendem Gesimse präsentiert.

, Mehrfamilienhaus, 8006 Zürich

Bolleystrasse

Über einem nicht mehr gebrauchten Wasserreservoir der Stadt Zürich sollte ein neues Wohnhaus geplant werden. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den fantastischen Raum des Reservoirs zu erhalten und jede Wohnung daran Teil haben zu lassen sowie jeder Wohnung einen Gartenzugang und die Aussicht von der Dachterrasse auf den Zürichsee zu ermöglichen.
So sind sieben Reihenhauswohnungen entstanden, die auf fünf Geschossen immer aus denselben Modulen bestehen. Je nach Haus sind die Module anders angeordnet und greifen so zu einem kompakten Baukörper ineinander

, Renovation und Aufstockung eines Wohnblocks 2005

Schwimmbadstrasse Kloten

Die Auftraggeberin verlangte nach einem Konzept für eine Gesamtrenovation der Liegenschaft unter Einbezug der möglichen Zusatzausnutzung im Dachgeschoss.
Unser Konzept schlägt vor, das charakteristische Satteldach nicht ganz durch ein Attikageschoss zu ersetzen, sondern weiter zu entwickeln. Dadurch entsteht ein expressives Gebäude, das den Dachraum optimal ausnützt.

, Aufstockung und Verdichtung eines Industriegebäudes 1995

Roggenstrasse Zürich

Das zweigeschossige Gebäude an der Roggenstrasse 5 bietet ein grosses Verdichtungspotential. Vorgeschlagen wird, das bestehende Gebäude als Schulhaus für die angrenzende Gewerbeschule weiter zu nutzen. Die darüber liegende Aufstockung soll als Holzskelettbau erstellt werden und kann flexibel mit Büros oder Wohnungen ausgebaut werden. Zusammen mit einem seitlichen Wohnneubau entsteht ein quartiertypisches, vielfältiges Gebäudekonglomerat.

, Stadtvilla an der Neumünsterallee 18 in 8008 Zürich 1997/1998

Neumünsterallee

Die Parzellen links und rechts der idyllischen Neumünsterallee müssen als Teil eines grösseren Villen-Gebiets gesehen werden, das sich insbesondere Richtung See weit über die Zollikerstrasse hinaus erstreckt und dort bedeutende Denkmäler wie die Villa Bleuler oder den Seeburgpark miteinschliesst. Es bietet sich über die Grundstücksgrenzen hinweg der Eindruck einer zusammenhängenden Parklandschaft mit – mehr oder weniger – herrschaftlichen Stadtvillen.

Das Grundstück Neumünsterallee 12/14 gehört in dieser Umgebung zu den grösseren Parzellen, so dass sich zwischen dem Haus 12 und dem Nachbarn Nummer 16 in der Abfolge der Häuser entlang der Allee eine Lücke auftut, die heute durch ein Garagengebäude und einen Gemüsegarten eingenommen wird. Der Gemüsegarten mit der Remise bildet ein Plateau, das vorne gegen den Park durch ein Mäuerchen, gegen die Villa durch eine Hecke und einen Geländesprung begrenzt wird.

Mit dem auf diesem Plateau geplanten Gebäude wird die Reihe der Villen an der Neumünsterallee ergänzt. Wir haben versucht, die für uns zentralsten Elemente der bestehenden städtebaulichen Struktur in unser Projekt einfliessen zu lassen, so die Position der Häuser unmittelbar auf der Baulinie entlang der Neumünsterallee, ein gegliederter, skulpturaler Baukörper und der seitlich angeordnete Zugang zum Haus über eine gekieste Vorfahrt. Anders als unsere Vorfahren um die Jahrhundertwende mussten (oder durften) wir uns mit einer bereits gewachsenen Parklandschaft auseinandersetzen. Ein wichtiger Aspekt während des Entwurfs war deshalb der Bezug zur bestehenden Bepflanzung des Gartens, insbesondere zu der sehr dominanten Hängebuche genau vor dem Neubau. Alle Wohnungen spielen mit diesem Baum, indem sie Ausblicke sowohl in die Gartenräume links wie rechts von der Buche lenken oder gar unter ihr hindurch wie in der Erdgeschosswohnung. Auch die von der Neumünsterallee zur Zollikerstrasse sanft abfallende Topografie floss in unser Projekt mit ein. Anders als etwa bei der Villa Stockar (Neumünsterallee 12), die durch einen mächtigen Sockel und einen Kiesstreiffen sich klar vom Garten abhebt, passt sich unser Projekt insbesondere im Schnitt dem Terrain an und versucht so auch im Inneren die Parklandschaft spürbar zu machen. Von ihren klassizistischen Nachbarhäusern unterscheidet sich unsere Villa auch durch ihre fliessende innere Raumaufteilung. Die Wohnungen entwickeln sich nicht in erster Linie um einen Zentralraum, sondern sind in Raumschichten gedacht, die sich sowohl gegen den Garten immer weiter öffnen – durch zunehmende Raumhöhen wie auch durch grössere und zahlreichere Fenster – wie auch im Innern Durchblicke und Bezüge herstellen.